CDU Kreisverband Segeberg beschließt Initiativen zur Bildungspolitik

Nach intensiven Diskussionen beschloss die CDU auf ihrem Kreisparteitag sich in der Bildungspolitik für bundesweit einheitliche Rahmenbedingungen und verstärkten Unterricht im Bereich „Verbraucherschutz und Finanzen“  einzusetzen.

Der CDU Ortsverband Rickling hatten den Antrag für  „Bundeseinheitliche Bildungspolitik“ eingebracht, der nach abgestimmten Veränderungen in folgendem Wortlaut einstimmig beschlossen wurde:

Der CDU-Kreisverband Segeberg wird beauftragt, selbst als auch über den CDU-Landesverband Schleswig-Holstein Initiativen zu bundesweit einheitlichen Rahmenbedingungen zur Bildungspolitik zu ergreifen.

Begründung: In den Bundesländern gibt es unterschiedliche Schulstrukturen, die für viele Bürger nicht nachvollziehbar sind. Besonders für Eltern und Kinder, die einen Umzug zu bewältigen haben, gibt es enorme Umstellungs- und Eingewöhnungsprobleme. In einer Zeit, in der Mobilität im Berufsleben von den Eltern erwartet wird, sollten die Kinder nicht die Leidtragenden sein. Zwar soll es allgemein geltende Bildungsstandards geben, letztlich hat aber jedes Bundesland eigene Lehrpläne, so dass Schüler in verschiedenen Ländern einen unterschiedlichen Kenntnisstand haben.

Dr. Axel Bernstein MdL in der Antragsdiskussion

Kreispräsident Winfried Zylka mit einem Ergänzungsvorschlag. Antragsteller Ole Plambeck (rechts) stimmt zu.

Der Kreisverband der Jungen Union war  ebenfalls nach  einer gemeinsam abgestimmten Änderungen mit einem Antrag ihres Kreisvorsitzenden Ole Plambeck erfolgreich.

Offizieller Antragstext: Das Unterrichtsmodul „Verbraucherschutz und Finanzen“ soll ab der 8. Klassenstufe aller Schulformen verpflichtend eingeführt werden Mit dem Schwerpunkt „Finanzunterricht“ soll den Schülerinnen und Schülern Alltagskompetenzen in den Bereichen Finanzen, Liquiditätsplanung und Vorsorge vermittelt werden.

Begründung: Nach dem Schuldenerlass 2010 von Creditreform ist die Verschuldungsquote der unter 30-jährigen im Verhältnis zu anderen Altersgruppen am dramatischten angestiegen. So verzeichnen die jungen Altersgruppen, insbesondere die Gruppe der 20-29-jährigen Schuldner, im Zeitraumvergleich 2004/2010 deutliche Anstiege der Schuldnerquoten (unter 20 Jahre + 1,12 Prozent, 20-29jährige + 3,20 Prozent). Besonders Besorgniserregend ist die zunehmende Schuldnerquote der unter 20jährien. Alleine im letzten Jahr (2009-2010) nahm Ihre Zahl um rund 54.000 Überschuldungsfälle zu (+38 Prozent). Und im Vergleich 2004/2010 hat sich die Anzahl von Schuldnern unter 20 Jahren um rund 144.000 Fälle auf 197.000 Betroffene erhöht. (20-29-jährige um 396.000 auf 1.385.000 Betroffene).

Die eigene Versorgung durch kompetenten Umgang mit verdientem oder erwirtschaftetem Geld sichern zu können, muss als Bildungsziel stärker in den Vordergrund gerückt werden. Schon jeder zweite Jugendliche bekennt, sich in Geld- und Finanzfragen nicht auszukennen. Die Geldkompetenz im Alltag zu fördern und das ökonomische Verständnis zu schärfen, kann dazu beitragen, potenzielle Schuldnerkarrieren zu verhindern. Im Weiteren wird die Sensibilisierung finanzieller und wirtschaftlicher Abläufe das Vertrauen in die Soziale Marktwirtschaft, einem wesentlichen Baustein unserer Demokratie, stärken.

Jeder sollte daher in Geldfragen informiert sein. Das Elternhaus garantiert dies leider nicht.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.