Nicht über die Köpfe der Landwirte hinwegentscheiden!

CDU-Veranstaltung zur Zukunft der Landwirtschaft mit Bauernpräsident Steensen und Bundestagskandidaten Gero Storjohann in Henstedt-Ulzburg.

Henstedt-Ulzburg. – „Sie müssen zur Wahl gehen und alle Wahlberechtigten mitnehmen. Wir brauchen endlich wieder Fachkompetenz!“ – diese Aufforderung richtete der Präsident des Landesbauernverbandes, Otto-Dietrich Steensen, am Mittwoch an die über 100 Teilnehmer einer Veranstaltung der CDU Henstedt-Ulzburg im Bürgerhaus. Zuvor hatte bereits der CDU-Landtagsabgeordnete und Bundestagskandidat Gero Storjohann den Landwirten seine volle Unterstützung zugesichert. Nach einem CDU-Wahlsieg am 22. September müsse verloren gegangenes Vertrauen der Landwirte in die Politik zurückgewonnen werden, so der CDU-Kreisvorsitzende. „Gero Storjohann muss nach Berlin!“ rief Bauernpräsident Steensen daraufhin aus, denn es sei ein Politikertyp gefragt, der leite und sich nicht an Strömungen orientiere.
Steensen sprach auf Einladung der CDU Henstedt-Ulzburg und des CDU-Kreisverbandes Segeberg zur Zukunft der Landwirtschaft im 21. Jahrhundert. Er sparte nicht mit Kritik an der Politik der Bundesregierung. Diese betreibe eine Klientelpolitik auf dem Rücken der Landwirte. Durch immer neue Gesetze und Verordnungen werde den Landwirten das Leben schwer gemacht, so etwa durch die Ökosteuer. Der Bauernpräsident forderte von der Politik hingegen vielmehr Investitionshilfen, Steuererleichterungen sowie ein tragfähiges Konzept, welches die Zukunft der Landwirtschaft sichere.
Der Bauernpräsident hob hervor, dass trotz der Skandale die deutsche Landwirtschaft beispielhaft sei. Sowohl bei den Tierschutz- und Hygienebestimmungen als auch bei den Deklarationspflichten seien die heimischen Betriebe führend. „Lebensmittel hergestellt in Deutschland sind besser!“, so Steensen. Der Bauernpräsident warnte vor den Folgen einer radikalen Agrarwende, wie sie aufgrund parteipolitischer Erwägungen von der jetzigen Bundesregierung geplant sei. Eine unausgegorene Politik dürfe nicht in einem Feldversuch getestet werden, Landwirtschaft und Verbraucher seien hier mit einzubeziehen. Keinesfalls dürfe über deren Köpfe hinweg entschieden werden.
Steensen nannte beispielhaft für die bauernfeindliche rot-grüne Politik die ständigen Angriffe von Verbraucherschutzministerin Künast auf die konventionelle Landwirtschaft. Frau Künast stelle ständig den von den Landwirten praktizierten Umweltschutz sowie die von ihnen vorgenommene Pflege und Erhaltung des Lebensraumes in Frage. Unverständnis äußerte der Bauernpräsident über die Auffassung von Frau Künast, dass der Nitrofen-Skandal beendet sei., obwohl die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen noch andauerten. Deren Ergebnis sei zunächst einmal abzuwarten. Die Landwirte treffe hier jedoch keine Schuld, vielmehr habe die staatliche Kontrolle bei der Futtermittelproduktion versagt.

Die nächste Veranstaltung zur Agrarpolitik mit Gero Storjohann findet am 9. Juli um 19:30 Uhr im Schützenhof, Jersbeker Str. 32 in Bargteheide statt. Besonderer Gast ist der neue Landesvorsitzende der CDU-Schleswig-Holsteins und Agrarausschussvorsitzende des Deutschen Bundestages Peter Harry Carstensen.

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