Peter Harry Carstensen: „Das Spiel mit Frau Künast wird es nicht mehr geben!“

Öffentlicher Diskussionsabend der CDU mit dem CDU-Landesvorsitzenden Peter Harry Carstensen und Bundestagskandidat Gero Storjohann in Bargteheide

Bargteheide – „In deutschen Botschaften müssen deutsche Lebensmittel auf den Tisch!“ – was einfach klingt ist jedoch bei weitem nicht selbstverständlich und schwächt nach Auffassung des Vorsitzenden des Agrarausschusses des Deutschen Bundestages und CDU-Landesvorsitzenden Peter Harry Carstensen neben der bauernfeindlichen Politik der rot-grünen Bundesregierung zusätzlich die heimische Landwirtschaft. Carstensen sprach am vergangenen Dienstag auf gemeinsame Einladung des Vorsitzenden des Arbeitskreises „Agrar“ der CDU Stormarn, Detleff Riessen sowie des CDU-Landtagsabgeordneten und Bundestagskandidaten für den Wahlkreis Segeberg/Stormarn-Nord, Gero Storjohann, im Schützenhof in Bargteheide zum Thema „Deutschland braucht seine Bauern!“. Storjohann hatte bereits zuvor ein Ende der rot-grünen Klientelpolitik gefordert, welche den Interessen der Bauern zuwiderlaufe: „Wir müssen aufpassen, wer uns regiert! Am 22. September haben wir endlich die Chance, Schröder und Künast abzuwählen“. Der CDU-Bundestagskandidat bemängelte, seit 1998 hätten sich die Rahmenbedingungen für die deutsche Landwirtschaft ständig verschlechtert. Storjohann nannte hier Ökosteuer, die Verteuerung des Agrardiesels sowie die Kürzung der Sozialkostenzuschüsse für die Landwirte. „Rot-grün hat die Landwirtschaft bürokratisiert und die Landwirte diffamiert!“ rief der CDU-Bundestagskandidat den über 60 Teilnehmern der Veranstaltung zu.
Peter Harry Carstensen griff in seiner Rede diese Worte auf. Bundeskanzler Schröder habe in der Landwirtschaftspolitik alles über alles gesagt und von jedem auch das Gegenteil, so der CDU-Landesvorsitzende. So habe Schröder zunächst von den Landwirten gefordert, sich stärker in den Markt einzubringen, danach deren Bauernhöfe als „Agrarfabriken“ diffamiert, die weg müssten, um schließlich den Bauern an den Kopf zu werfen: „Warum soll ich mich um Euch kümmern? Ihr wählt mich ja doch nicht!“. Diese Äußerung des Bundeskanzlers belege nach Worten des CDU-Landesvorsitzenden das völlige Desinteresse Schröders an der Landwirtschaft. Das Gleiche gelte für Landwirtschaftsministerin Künast. Diese habe die konventionellen landwirtschaftlichen Betriebe andauernd diffamiert und versucht, einen Keil zwischen diese und die ökologisch produzierenden Betriebe zu treiben. „Wir denken uns das doch nicht aus“, so Carstensen, „fragen Sie doch mal den ehemaligen Landwirtschaftsminister Funke, was der von Frau Künast hält! Der ist wenigstens vom Fach“. Carstensen machte in diesem Zusammenhang darauf aufmerksam, dass neben Ministerin Künast auch keines der 16 SPD-Mitglieder des Agrarausschusses jemals Landwirt gewesen sei.
Der CDU-Landesvorsitzende forderte mehr Planungssicherheit für die Landwirte. Eine Neuordnung der Landwirtschaft dürfe auch im Hinblick auf die EU-Osterweiterung nicht zwischendurch gemacht werden. Auch müsse die Bürokratie abgebaut werden, da diese die Arbeit der Landwirte erschwere. „Wir müssen lauter werden und dürfen uns als Bauern nicht alles gefallen lassen“, so Carstensen. Nach Auffassung des CDU-Landesvorsitzenden müsse endlich wieder Sachverstand in die Agrarpolitik einkehren; das Spiel mit Frau Künast werde es auf gar keinen Fall mehr geben: „Wenn ich eine Landwirtschaftsministerin habe, die Milligramm und Mikrogramm nicht voneinander unterscheiden kann, dann wird das für uns Landwirte ganz schwierig“, so Carstensen abschließend.

Artikel teilen:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.