Gero Storjohann, MdB: „Wenn Sie 6 Kinder haben, ändert sich nichts“

CDU-Bundestagsabgeordneter kritisiert das Aus für die Eigenheimzulage.

Berlin.Scharfe Kritik an der Streichung der Eigenheimzulage durch die rot-grüne Bundesregierung kommt vom neuen CDU-Bundestagsabgeordneten aus Seth, Gero Storjohann, der bis vor kurzem noch wohnungsbaupolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Kiel war.

Storjohann wirft der Bundesregierung Wählertäuschung und Wortbruch vor, in dem diese im Zuge der Sparmaßnahmen die Eigenheimzulagenförderung auf Baukindergeld bei abgesenkten Einkommensgrenzen beschränken wolle.

„Die Umsetzung dieser Pläne wäre wohnungspolitisch kontraproduktiv, verheerend für das ohnehin krisengeschüttelte Baugewerbe, familienpolitisch und aus Sicht der Altersvorsorge das absolut falsche Signal!“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete.

Gerade für das Baugewerbe in Südholstein, welches sehr vom Zuzug der Bevölkerung aus Hamburg lebe, seien die Pläne der rot-grünen Regierung eine Katastrophe.

Gero Storjohann erinnerte daran, die SPD habe noch vor 7 Jahren über ihre damalige Bundesratsmehrheit das CDU/CSU-Projekt einer einkommens- sowie steuerlastunabhängigen Eigenheimzulage mitgemacht, die für junge Familien und Schwellenhaushalte, also Bezieher geringer und mittlerer Einkommen, die Finanzierung Ihres Hausbaues erleichtern sollte.

„Darauf baute das gemeinsame Ziel auf: Die Wohneigentumsquote auf mindestens 50 Prozent zu steigern und damit Deutschland aus der Schlußlichtposition unter den Industriestaaten herauszuführen. Mit der Koalitionsvereinbarung verrät die SPD diese Ziele!“, so Gero Storjohann.

Rund 45 Prozent der Bevölkerung würden nach dem rot-grünen Plan als Paare oder Alleinlebende von der Eigenheimzulagenförderung prinzipiell, also unabhängig von ihrem Einkommen, ausgeschlossen werden, so der CDU-Bundestagsabgeordnete weiter.

„Nach diesem Koalitionsmodell werden beim Neubau Familien mit weniger als 6 Kindern, das sind immerhin über 99 Prozent der Familien mit Kindern, zu den Verlierern gehören. Paare mit Kindern haben bereits 1998 in Westdeutschland eine überdurchschnittlich hohe Wohneigentumsquote von rund 45 Prozent gehabt. Diese Tatsache enthüllt ebenfalls die pure fiskalpolitische Stoßrichtung des rot-grünen Ausstiegs aus der Eigenheimzulagenförderung!“, kritisierte Gero Storjohann.

Darüber hinaus zeige nach Worten des CDU-Bundestagsabgeordneten aus Seth die erneute Auswechselung des Bauministers, welcher der vierte Bauminister seit 4 Jahren sei, daß der Wohnungsbau von der rot-grünen Bundesregierung vernachlässigt werde und die Wähler systematisch vom Kanzler und seiner Partei getäuscht worden seien.

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