Reimer Böge, Martin Kayenburg und Manfred Ritzek: Baltische Botschafter vor Beitrittserklärung im neuen Plenarsaal

Hohen Besuch konnten der Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion und Oppositionsführer im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Martin Kayenburg und der europapolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Manfred Ritzek, zum Baltikum-Forum des CDU-Fraktionsarbeitskreises Europa in Kiel begrüßen. Die Botschafterin aus Estland, Frau Dr. Riina Ruth Kionka, die beiden Botschafter aus Lettland und Litauen, Dr. Martin Virsis und Dr. Vaidievutis Geralavicus waren der Einladung nach Kiel gefolgt.

Zusammen mit dem Sonderbeauftragten der Staatskanzlei Finnlands, Dr. Eero Rantala und dem CDU-Europaabgeordneten Reimer Böge waren mehr als 100 Zuhörerinnen und Zuhörer gekommen, um unmittelbar, nämlich nur einen Tag vor der Beitrittsunterzeichnung der Verträge durch die zehn neuen EU-Mitglieder, die Bewertung des Beitritts unmittelbar durch die drei baltischen Exzellenzen zu erfahren. Unter den Gästen konnte auch der erste Vizepräsident der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg begrüßt werden.

Die Veranstaltung hatte einen besonderen Charakter: War es doch die erste Nutzung des neuen Plenarsaales außerhalb der Plenardebatten, eine sicherlich herausragende symbolische Bedeutung für den neuen Wiedervereinigungsprozess der EU.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Martin Kayenburg betonte besonders die engen Bindungen zu den Baltischen Staaten, die weit über die wirtschaftlichen Interessen hinausgehen. Der europapolitische Sprecher der CDU-Fraktion hob die Entwicklung der „Nördlichen Dimension“ hervor, die von Finnland initiiert und mitgestaltet wurde. Ferner betonte er seine besondere Bindung zum Baltikum, die über seine berufliche Tätigkeit in den drei baltischen Staaten bis zu seinem Geburtsort auf die kurische Nehrung führte.

Eero Rantala stellte in seinem Impulsreferat die gemeinsamen Herausforderungen für alle drei baltischen Staaten heraus wie die Regelung der Sicherheit, der Stabilität, der Nutzung menschlicher und wirtschaftlicher Ressourcen. Abhängigkeiten müssen gemeinsam gelöst werden.

Beeindruckend waren die Darstellungen der Botschafterin und der beiden Botschafter. Deutlich erklärten sie die Ängste der drei Staaten als Mitglied in der großen EU, aber auch die Bereitschaft, viel zur Gestaltung des
Einigungsprozesses der EU beizutragen. Schon heute, das wurde sehr deutlich, sind die drei baltischen Staaten aktiv und selbstbewusst im Europäischen Einigungs-Prozess vertreten. Reimer Böge verband alle Ausführungen in ein europäischen Gesamtkonzept, in dem mit großer Freude die Aufnahme der drei baltischen Staaten gesehen wird und in dem alle Ängste unbegründet sind.

Es war, so Ritzek, eine hervorragende Veranstaltung mit exzellenten, aktuellen Beiträgen und Interpretationen von Europapolitikern. Die Zustimmung der Gäste war beeindruckend. Nur schade, dass die Medien der Landeshauptstadt trotz Einladung dieses internationale Ereignis in seiner Bedeutung nicht erkannt haben. Aber das kann sich ja noch ändern.

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