Optimismus für das Europa der 25

Zum Thema „Osterweiterung – Chancen und Risiken“ sprach der christdemokratische Europaabgeordnete Dr. Christian von Boetticher (Pinneberg) im Bürgerhaus in Kaltenkirchen.

Kaltenkirchen – „Schweden, die Niederlande und Luxemburg zahlen im Verhältnis zu ihrem Bruttosozialprodukt netto mehr in die Europäische Union ein als Deutschland,“ widerlegte von Boetticher gleich zu Beginn seiner Rede ein altes Vorurteil. Die Schuld für die Abwanderung von Unternehmen ins Ausland liegt nach von Boettichers Meinung nicht nur an den höheren Löhnen. „Wir haben in Pinneberg gerade die Edeka-Nord verloren, weil das Genehmigungsverfahren drei Jahre gedauert hat. Das ist kein europäisches Problem. Das ist ein deutsches Problem.“

Hart kritisiert der 34 jährige Europaparlamentarier die „überbürokratischen Umsetzung europäischer Verordnungen“ in unserem Land. Als Beispiel benennt der promovierte Jurist den Umgang mit FFH-Gebieten in Schleswig-Holstein sowie die bundesweiten Vergabeordnungen.

In der anschliessenden Diskussion nahm der europäische Sicherheitsexperte Stellung zur privilegierten Partnerschaft der Türkei und speziellen Problemen der heimischen Handwerksbetriebe.

Durchaus optimistisch sieht von Boetticher die Chancen und Herausforderungen für Deutschland im erweiterten Europa der 25. „Deutschland kann mehr“ rief der engagierte Politiker zur Teilnahme an der Europawahl auf.

Christian von Boetticher vertritt Deutschland seit 1999 im Europäischen Parlament. Für die Europawahl am 13. Juni ist er der zweitplazierte unter den Spitzenkandidaten der CDU in Schleswig-Holstein. Spitzenkandidat ist Reimer Böge aus Hasenmoor.

Eingeladen zu dieser Veranstaltung hatte der CDU-Kreisverband Segeberg und die CDU-Kaltenkirchen gemeinsam.

Unter den Gästen: Wilfried Wengler (Landtagskandidat und Fraktionssprecher der CDU in Henstedt-Ulzburg), Roswitha Strauß (Landtagsabgeordnete).

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