Axel Bernstein zum Schulgesetz: Bessere Bildungsvoraussetzungen für unsere Kinder

Die Große Koalition hatim Landtag das neue Schulgesetz für Schleswig-Holstein verabschiedet. Es wird mehr und bessere Bildungsbedingungen für unsere Kinder und Jugendlichen ermöglichen.

Dabei entsprechen künftig Regionalschule und Gymnasium dem Ansatz eines gegliederten differenzierten Schulartangebots. Gemeinschaftsschulen werden als alternatives integratives System, in dem alle Schüler unter Auflösung der Schularten gemeinsam unterrichtet werden, auf Antrag des Schulträgers hinzukommen können.

Es handelt sich hier um einen zwischen CDU und SPD ausgehandelten Kompromiss, bei dem beide Partner Zugeständnisse gemacht haben. „Die CDU steht zu differenzierten Strukturen mit homogenen Lern- und Leistungsgruppen. Der CDU ist es mit der Verankerung der Regionalschule im Schulgesetz gelungen, eine Antwort auf den zunehmenden Imageverlust unserer Hauptschulen sowie die landesweit zurückgehenden Schülerzahlen zu geben. Bereits heute hat die Hälfte aller Bundesländer die Straffung der Schulstrukturen hin zu einer gemeinsamen Schulart mit Haupt-und Realschulbildungsgang umgesetzt,“ erklärte Bernstein.

Die wesentlichen Stärken der Regionalschule lägen in der Differenzierung nach Bildungsgängen, einer erhöhten Durchlässigkeit, qualifizierten berufsvorbereitenden Abschlüssen, einem hohen Maß an individueller Förderung und der Sicherung von wohnortnahen Schulstandorten.

Ab dem 7. Jahrgang werde an den regionalschulen eine Differenzierung in Haupt- und Realschulbildungsgang vorgenommen. Der Hauptschulabschluss werde wie bisher nach dem 9. Jahrgang, aber jetzt mit einer verpflichtenden Abschlussprüfung, erlangt. Realschüler könnten nach erfolgreichem Realschulabschluss in Klassenstufe 10 in die Oberstufe eines Gymnasiums wechseln, erläuterte Bernstein weiter. Mit Blick auf die jetzt zu erlassenden Verordnungen merkte Bernstein an: „Der CDU ist es sehr wichtig, dass bei der Ausgestaltung der Regionalschule und der
Gemeinschaftsschule gleiche Maßstäbe zu Grunde gelegt werden. Das bedeutet für uns gleiche Schülerkostensätze, gleiche Personalausstattung und eine gleiche Pflichtstundenzahl für die an diesen Schularten arbeitenden Lehrkräfte.

Bernstein forderte die Schulträger auf, unter Berücksichtigung der künftigen Schülerzahlen, des örtlichen Raumangebots und der regionalen Schulstruktur in eine Diskussion darüber einzusteigen, wie die einzelnen Schulstandorte weiter entwickelt werden sollen. Dabei, so Bernstein weiter, müssen die besten Entscheidungen für die Bildungsqualität getroffen werden. Prestigedenken einzelner Schulträger sei fehl am Platze.

In vielen Bereichen setzt, so Bernstein, das neue Schulgesetz klare CDU-Forderungen um: Neben der Intensivierung der Sprachförderung vor Eintritt in die Grundschule werde auch unsere Forderung nach der frühzeitigen Einführung der ersten Fremdsprache an unseren Grundschulen realisiert.

Erhebliche Verbesserungen soll es auch an unseren Gymnasien geben. Die Verkürzung der Schulzeit von neun auf acht Jahre, die Reform der Oberstufe und die Einführung von zentralen Abschlussprüfungen ermöglichen den Anschluss an nationale und internationale Bildungsstrukturen.

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