Thomas Stritzl und Gottlieb Dingeldein für Beibehaltung der Direktwahl

Wollen die Direktwahlen der Landräte in Schleswig-Holstein beibehalten; Gottlieb Dingedein (links) und Thomas Stritzl MdL

Bad Segeberg – In einem Interview mit den Lübecker Nachrichten hat sich Thomas Stritzl, für die Beibehaltung der Direktwahl ausgesprochen. Deren Abschaffung hatte Innenminister Ralf Stegner am Wochenende auf einer SPD-Parteikonferenz in Rendsburg in Aussicht gestellt.

… „Ich hielte das für falsch“, sagte CDU-Landratskandidat Thomas Stritzl (50) den LN. Dadurch würde „ein Stück Demokratie verloren gehen“. Er sei eindeutig für die Beibehaltung der Direktwahl, um die Einflussnahme der Bürger sicherzustellen. Unmittelbar von den Menschen gewählt zu werden und nicht vom Kreistag, stärke die Position des Landrates – schon allein, weil er dadurch eine „eigene Legitimation“ erführe. Stritzl glaubt nicht, dass die Abschaffung der Direktwahl mehrheitsfähig ist. .. und Stritzl meinte, wenn das Land das politische Ehrenamt stärken wolle, dann könne es ja Aufgaben vom Land auf die Kreise und Kommunen verlagern und so zu deren Bedeutungsgewinn beitragen.

… Für Gottlieb Dingeldein (66), Fraktionschef der CDU im Kreistag, ist die Direktwahl „eine gute Lösung“. Dass es bisher so viele „tote Rennen“ mit nur einem einzigen Kandidaten gegeben habe, müsse es für die Parteien „moralische Pflicht“ sein, stets eigene Kandidaten aufzustellen, damit echte Wahlalternativen für die Bürger bestünden. Dass ein von den Bürgern und nicht vom Kreistag gewählter Landrat unabhängiger von den Fraktionen ist, „das müssen wir in Kauf nehmen“, sagte Dingeldein.

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