Monika Oestreich klare Punktsiegerin im Rathaus-Duell

Bürgervorsteherin Ingrid Altner und Monika Oestreich  im Bad Segeberger Rathaus

Bad Segeberg – Es war eine 20-Minuten-Rede im Klartext mit deutlichen Aussagen, einer realistischen Bestandsaufnahme über Bad Segeberg und klaren Vorstellungen zur Zukunft der Kreisstadt mit der Monika Oestreich im Rathaus die Vorstellungsrunde eröffnete. Die Antworten der Anwärterin für das Bürgermeisteramt auf die Fragen der Bürger waren von Sachkenntnis und klaren Vorstellungen geprägt. Der SPD-Kandidat begann mit einer blumenreichen Rede voller Allgemeinplätze und blieb konkrete Antworten zur Stadt schuldig.

Im überfüllten Bürgersaal des Bad Segeberger Rathauses hatten sich um die 300 interessierte Bürgerinnen und Bürger eingefunden.

Der Redetext von Monika Oestreich wird noch heute auf die Homepage www.monika-oestreich.de gestellt. Ein Filmclip folgt. Wer keinen Zugang zum Internet hat, kann die Rede kostenlos als DVD am kommenden Sonnabend am CDU Stand auf dem Bad Segeberger Markt erhalten, solange der Vorrat reicht.

Mit freundlichen Grüssen
Uwe Voss

Wahlbüro Monika Oestreich
„Altes Amtsgericht“
Hamburger Str. 29
23795 Bad Segeberg
Telef. 04551/9080603
Mobil 0173/9529917
Fax: 04551/9082278

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Bad Segebergerinnen und Bad Se-geberger,
lieber Herr Bürgermeister Hampel,
liebe Gäste,

liebe Frau Bürgervorsteherin Altner, vielen Dank für die freundliche Begrü-ßung.
Schön, dass Sie, meine Damen und Her-ren, alle gekommen sind, das ist ein deutliches Signal für Ihr großes Interesse an der aktuellen Frage, wer die Nachfolge von Herrn Hampel antreten wird.
Eine spannende Frage, natürlich auch für mich. Vor allem aber geht es bei dieser Frage um die Zukunft der Stadt und der Menschen, die hier leben und arbeiten, welche Sorgen und Nöte sie bewegen … ja und auch darum, wie all diese Fragen mit einem neuen Stadt-oberhaupt unter seiner neuen Führung,
beantwortet werden können.

Zu Beginn ein paar Worte über mich.
Gefragt, gestärkt und unterstützt von vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Bad Segeberg bin ich heute hier. Ich fühle mich keineswegs als „Neue“, ganz im Gegenteil, die Stadt ist mir vertraut, sie ist meinem Ehemann Günter und mir zur Heimat geworden. Hier wohnen wir seit über acht Jahren. Im Januar 2000 kam ich als Büroleitende Beamtin in die Stadtverwaltung und ich muss sagen, in dieser Zeit habe ich mich wirklich sehr wohl gefühlt, im Rathaus, in unserem privaten Haus, mit den Menschen hier, und in der herrlichen Natur.

Seit 2004, seit meiner Tätigkeit als Erste Beigeordnete und stellvertretende Bürgermeisterin in Bad Honnef, pendle ich zwischen Bad Segeberg und Bad Honnef. Möglichst viel freie Zeit verbringe ich in Bad Segeberg. Die Sympathie für den Norden ist in all der Zeit geblieben. Ich brauchte keine langen Überlegungen, um mich für das Amt der Bürgermeisterin zu bewerben.
Ich würde diese Aufgabe gerade hier in Bad Segeberg sehr gerne übernehmen.
Und ich würde Sie alle gern davon überzeugen, dass ich die für dieses Amt notwendigen persönlichen und fachlichen Voraussetzungen mitbringe.

Meine Kindheit, die Schulzeit und die ersten Ausbildungen in der öffentlichen Verwaltung habe ich überwiegend im Köln-Bonner Raum verbracht. Es waren schöne unbeschwerte und harmonische Jahre mit meinen Eltern und meinen drei Geschwistern.
Für einen Berufsweg in der öffentlichen Verwaltung hatte ich mich relativ früh entschieden und habe dies auch nie bereut.
Gerade in den letzten 10 Jahren erlebe ich mit großem Interesse und mit viel Sympathie die Reformbestrebungen in-nerhalb des öffentlichen Dienstes, in-sbesondere das Bestreben nach einer offenen bürgernahen Verwaltung. Und hier habe ich beruflich meinen Platz gefunden … kein kuscheliger Platz, sondern herausfordernd, verantwor-tungsvoll und zukunftsgerichtet.
Nach meinem Studium zur Diplom-Verwaltungswirtin, habe ich mich kon-tinuierlich beruflich weitergebildet, durch verschiedene Qualifizierungsmaß-nahmen, aber vor allem durch langjäh-rige berufliche Erfahrungen in unter-schiedlichen Arbeitsfeldern. So wurde ich zu einer kompetenten und vielseitig qualifizierten Führungskraft für alle Handlungsfelder einer öffentlichen Verwaltung. Meine Ideen und Vor-stellungen von modernen und transpa-renten Verwaltungen habe ich konsequent verfolgt. Denn ein gut aufgestelltes, effizient und zuverlässig arbeitendes Rathaus wird von der Bürgerschaft und von den politischen Gremien positiv wahrgenommen. So stelle ich mir das auch für Bad Segeberg vor!
Verantwortung für Sachthemen, Verant-wortung für Menschen und Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren und werden auch weiterhin für mich sehr wichtig sein. Überzeugen durch Vorleben ist meine Devise! Mit gutem Beispiel vorangehen – das gilt in der Familie, in der Partnerschaft und auch im Beruf.

Als Büroleitende Beamtin konnte ich bereits erfolgreich für Bad Segeberg arbeiten. Es gelang, die Verantwortung für die städtische Energieversorgung zurückzuholen. Wir gründeten die ews und erreichten damit jährliche Einspa-rungen für den städtischen Haushalt in sechsstelliger Höhe.
Der Stadtbusverkehr wurde eingerichtet; ein nicht mehr wegzudenkendes Er-folgsmodell.
Die Schulbausanierung und die Schul-neubauten für Stadt und Umland mit ei-nem Volumen von mehr als 20 Millionen EURO konnten auf den Weg gebracht wer-den. Dieses Projekt hat entscheidend dazu beigetragen, Bad Segeberg als at-traktiven Bildungsstandort zu sichern. Die Gebäude kennen Sie alle, unser städtisches Gymnasium, die Dahlmann-schule, die neue Gemeinschaftsschule am Seminarweg und die neue Sporthalle, um nur einige davon zu nennen.
Lassen Sie mich hieran anknüpfen mit neuen Erfahrungen und neuen Ideen.
Aber, was kann ich als Bürgermeisterin für unsere Stadt tun?

Eine fast 875 Jahre alte Stadtge-schichte hat Bad Segeberg zu dem ge-macht, was es heute ist:

– eine Kreisstadt mit Mittelzentrums-funktion für Stadt und Umland für fast 50.000 Menschen,
– eine Stadt für Kultur, Kunst und Sport,
– ein über Schleswig-Holstein hinaus anerkannter Gesundheitsstandort,
– ein Schulstandort mit allen Schul-formen,
– die Stadt der Karl-May-Spiele mit einem einzigartigen Freilichtthea-ter,
– Heimat für etwa 20.000 Fledermäuse,
die im Kalkberg ihr Winterquartier gefunden haben
und
das Fledermauszentrum Noctalis, eine touristische Attraktion,
und, und, und.

Viele von Ihnen sind zufrieden mit dem, was erreicht ist und das ist gut so.
Hierauf will ich aufbauen. Lassen Sie uns die Visionen von gestern für heute und die von heute für morgen nutzen.

Nun will ich auch Konkretes nennen und ich lade Sie ein, zu einer kurzen Reise durch unsere Stadt.

Sechs Stationen werden wir ansteuern:

Die erste Station:
Familienfreundliches Wohnen und Leben – ein wichtiger Standortfaktor?

Bad Segeberg hat Potenziale für gute Entwicklungen, trotz und vielleicht auch gerade wegen der demografischen Tendenzen.
Unsere Stadt vereint viele Lebens- und Arbeitsbedingungen für Menschen jeder Generation. Wir sind ebenso eine Stadt für Handel und Gewerbe.
Die Fragen von Stadtentwicklung, von Wirtschaftsförderung mit zeitgemäßen Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Menschen zu verbinden, das sind die Herausforderungen zukünftigen urbanen Lebens.
Ich denke hierbei beispielsweise an Kinderbetreuung auch unter drei Jahren oder Ganztagsschulen mit einem Mit-tagstisch.
Freizeiten und Bildungsangebote für mehrere Generationen sind auszubauen.
In Bad Segeberg gibt es hierzu viel ehrenamtliches Engagement. Dies werde ich stärken und nach Kräften fördern.
Dem Miteinander von jung und alt muss wieder mehr Bedeutung geschenkt werden.
Mit der Bewegungshalle in Christians-felde haben wir einen Start in solche gemeinsame Begegnungen und Entwicklun-gen gefunden.

Meine Damen und Herren, Familien-freundlichkeit ist ein zentrales Thema für die Zukunft unserer Gesellschaft. Ich werde mich deshalb mit vollem En-gagement hierfür einsetzen.

Unsere zweite Station: Gesundheits-standort und Wellnessregion in Bad Se-geberg?

Nicht nur medizinische Betreuung oder Behandlung sondern auch Rehabilitation und vor allem Prävention wie der Well-nessbereich gehören dazu. Alle diese Elemente bilden gesamtheitlich das volle Programm gesundheitlicher Vor- und Fürsorge ab. Vieles ist bereits auf die Beine gestellt. Die Erweiterungen und die Modernisierungen der Kliniken stärken unseren Gesundheitsstandort.
Hochentwickelte medizinische Angebote, Gesundheits- und Sporttherapien haben wir quasi vor der Haustür. Ein Gewinn für Stadt und Menschen.
Der Gesundheitssektor zeigt sich aber auch als ein wichtiger Wirtschaftszweig für Arbeitsplätze. Sicher auch aus diesem Aspekt ist das neu entstandene Projekt eines Gesundheitsparks für Bad Segeberg im 21. Jahrhundert entstanden. Diesem vom Land aus Mitteln des Zukunftsprogramms Wirtschaft unterstützten Projektes können wir nur zustimmen. Es passt hervorragend zu unserem Projekt einer „Stadt am See“.

Und damit sind wir bei unserem dritten Reiseziel angelangt.

Stadt am See – kann diese Vision Wirk-lichkeit werden?
Das Thema ist nicht neu in Bad Sege-berg. Im vergangen Jahr hat eine von der Stadt in Auftrag gegebene Studie Möglichkeiten aufgezeigt. Im Zusammen-hang mit der aktuellen Diskussion in der Stadtvertretung zum Pflegeheim „Am Apothekergarten“ habe ich mich dafür ausgesprochen, das Eine mit dem Anderen zu verbinden: grünes Licht für den Bau eines Pflegeheims zu geben und gleichzeitig das Projekt „Stadt am See“ voranzutreiben. Die lang ersehnte Verbindung der Innenstadt zum See könnte Wirklichkeit werden, die Ma-rienkirche erhielte eine neue Akzen-tuierung, und die noch freie Fläche zum See könnte Grünfläche vielleicht mit verschiedenen Nutzungsalternativen werden.
Wenn dieses Projekt gelänge, wäre es ein Meilenstein der Innenstadtentwick-lung von Bad Segeberg.
Auch habe ich von meiner Idee gespro-chen, eine der nächsten Landesgarten-schauen nach Bad Segeberg zu holen. Dies wiederum könnte ein Gemein-schaftsprojekt mit allen Kommunen wer-den, die am Großen Segeberger See lie-gen. Ein Erholungsgebiet entstünde und es wäre ein weiteres Plus in Sachen Tourismus.

Und jetzt zur 4. Station der Reise, dem Ihlsee.
Muss der Zugang für die Öffentlichkeit erhalten werden?

Ja,
in dieser Frage haben sich zwischen-zeitlich auch die politisch Verant-wortlichen eindeutig positioniert. Ich begrüße das und will meinen Beitrag leisten. Wir müssen nun den richtigen Weg nehmen.
Seit Anfang der neunziger Jahre bewegt das Thema immer wieder die öffentliche Debatte. Eine schier fast endlose Ge-schichte, die nun einmal zu einem guten Ende kommen muss. Also lautet meine Ansage: Sanierungs- bzw. Neubaukosten ermitteln, Finanzierung sicherstellen, und einen potenten Betreiber für das Ihlseerestaurant und das städtische Gelände suchen und dann möglichst in städtischer Verantwortung sanieren oder neu bauen. Vielleicht sogar mit einem kleinen Hoteltrakt – das muss näher betrachtet werden.

Von unseren Seen zurück in die Innen-stadt, unserer 5. Station:
Brauchen wir einen neuen Bahnhof?

Ein klares und deutliches Ja!
Ich reise oft mit dem Zug und ich kenne die Situation. Schon im vergangenen Jahr habe ich mich dazu eindeutig ge-äußert. An dieser Stelle sage ich noch einmal, der neue Bahnhof muss kommen: schnell, attraktiv und in Regie der Stadt.
Öffentlicher Personennahverkehr ist eine öffentliche Dienstleistung von besonders hohem Stellenwert. Täglich pendeln viele Menschen in das Umland oder nach Hamburg, Kiel oder Lübeck. Bad Segeberg braucht somit eine at-traktive Verkehrsinfrastruktur, auch als notwendigen Beitrag für den Um-weltschutz. Ein Standortfaktor für qualitative Wohnwerte!

Zum Ende unserer Reise bleibt noch die Frage:
Brauchen wir eine innerstädtische Ver-kehrslösung mit einem Konzept für Parkflächen?

Auch hier ein klares und deutliches Ja. Unsere Innenstadt braucht eine Verkehrslösung. Die Verkehrsdichte hat Dimensionen angenommen, die für alle gleichermaßen belastend ist. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer stöhnen, wenn sie beispielsweise über die Kur-hausstraße fahren, sie queren oder vielleicht sogar dort parken wollen. Ähnlichen Unmut sehe ich in Verkehrs-spitzen auch auf der B 432 an der Ziegelstraße oder denken wir an die Parkplatzsituation am Kurpark. Meine Idee ist eine Beruhigung, eine Entschleuni-gung des Innenstadtverkehrs. Wir brauchen andere Verkehrsführungen und eine am Bedarf ausgerichtete Parkraumbewirtschaftung.

Damit könnte auch die Achse in Richtung Möbel Kraft und zum Großen Segeberger See ins Auge gefasst werden. Das neue Wort heißt Simply City, ein Stadt- und Mobilitätskonzept. Der Kerngedanke ist ganz im Sinne meines Mottos: „weniger ist mehr“. Ziel ist ein Nebeneinander im Stadt- und Verkehrsraum, möglichst ohne regelnde Elemente oder Anlagen. Das sind neue Gedanken- und Handlungsansätze, die in unsere Stadt passen.

Damit sind wir am Ende unserer Reise angekommen.

Es gibt Vieles, was wir voranbringen können. Wichtig aber ist, Stadtent-wicklung in einem gesunden Tempo zu gestalten und dabei unsere Ziele enga-giert und zuverlässig aber auch mit Augenmaß zu verfolgen.
Meine Damen und Herren, Sie sehen, ich wünsche mir Innovation und Forschritt.
Wichtige Themen entschlossen anzufas-sen, wenn sie entscheidungsreif sind und wenn sie die Chance einer Reali-sierung haben.
Das ist mein Credo.

Ich werde dabei fair
und verlässlich sein
und für ein transparentes Handeln der Verwaltung eintreten.

Wann immer Sie das Gefühl haben, Sie brauchen einen Kontakt zu mir, dann kommen Sie auf mich zu. Ich will eine Bürgermeisterin für Sie, die Bürgerin-nen und Bürger unserer Stadt sein, kompetent, unabhängig und bürgernah.

Meine sehr verehrten Damen und Herren:
Bitte gehen Sie am 2. November zur Wahl.
Zeigen Sie mit einer hohen Wahlbetei-ligung Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Wertschätzung gegenüber diesem Amt.

Wenn Ihre Wahl dann auch noch auf mich treffen sollte, würde ich mich sehr freuen!

Wenn Sie in den nächsten Tagen einige Fragen vertiefen möchten, rufen Sie mich bitte an. Sie wissen ich bin gerne für Sie da.

Ich wünsche uns allen einen schönen Abend und freue mich auf Ihre Fragen.

Ihre Monika Oestreich

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