Umfangreiches Investitionsprogramm für Bahnhöfe

Bahnhofsmodernisierung für Kunden und die Konjunktur (Rainer Sturm_pixelio)

Aus den Konjunkturprogrammen I und II des Bundes werden in den nächsten drei Jahren mit rund 300 Mio. Euro über 1.700 Bahnhöfe in ganz Deutschland saniert und modernisiert. Dabei handelt es sich um zusätzliche Maßnahmen, welche die normalen Bahnhofsinvestitionen des Bundes und die entsprechenden Programme der Länder ergänzen. Auch die Kreise Segeberg und Stormarn profitiert.

Für Gero Storjohann, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages, ist dies ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Eisenbahninfrastruktur.

Auch die Kreise Segeberg und Stormarn können sich auf zusätzliche Investitionen freuen: die Bahnhöfe in Bad Segeberg, Bargteheide, Rickling und Wahlstedt sind Teil des Programms. Hier wird zum einen das allgemeine Erscheinungsbild verbessert. Zum anderen werden neue und zuverlässige Fahrgastinformationssysteme installiert: die Reisendeninformationen werden zukünftig über eine gut sichtbare Laufschrift an den Stationen angezeigt. Der Schriftanzeiger ist an das zentrale Reisendeninformationssystem der Bahn über Funk angebunden. Auch bessere akustische Reisendeninformationen sollen möglich werden.

„Vor allem die Bahnkunden werden profitieren“, so Gero Storjohann. Denn insbesondere für Fahrgäste, die Ihre Reise auf einer kleineren Verkehrsstation starten, ist das Angebot an aktueller Information noch eingeschränkt. Da die Maßnahmen aber kurzfristig zu realisieren sind, können sie auch schnell zur Stützung der Konjunktur beitragen. „Damit ist dies auch ein attraktives Angebot für mittelständische Bau- und Handwerksunternehmen, die mit der Umsetzung beauftragt werden.“

Insgesamt werden bis 2011 bundesweit folgende Maßnahmen umgesetzt:
– Verbesserung des Fahrgastinformationssystems bei 1.747 Bahnhöfen;
– Sanierung der Empfangsgebäude bei 30 Bahnhöfen, u. a. um den Energieverbrauch zu reduzieren;
– Ertüchtigung von 575 kleinen Stationen, etwa durch den Neubau von Bahnsteigen oder Bahnsteigerhöhungen;
– Verbesserung des Zugangs bei 83 Bahnhöfen, etwa durch Neubau von Rampen und Gehwegen oder Austausch von Aufzügen und Fahrtreppen;
– Verbesserung des Wetterschutzes für Reisende bei 217 Bahnhöfen, u. a. durch den Bau von Bahnsteigdächer und Wetterschutzhäuser;
– Verbesserung der Sicherheit bei 312 Bahnhöfen, beispielsweise durch die Erneuerung von Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen.

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