Feste Fehmarnbeltquerung auf gutem Weg: Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung

Feste Fehmarnbeltquerung: Modell einer Brückenlösung (Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr Schleswig-Holstein)

In der heutigen Anhörung zum Gesetzentwurf der Bundesregierung über den Staatsvertrag zum Bau einer festen Querung über den 19 km breiten Fehmarnbelt hat sich die Mehrzahl der Experten klar für ein solches Projekt ausgesprochen.

Durch die durchgehende Straßen- und Schienenverbindung von Skandinavien nach Mitteleuropa sowie durch wichtige Investitionen in die Hinterlandanbindung auf beiden Seiten der Brücke rücken die Metropolregion Hamburg und die Öresundregion zusammen. Der Austausch von Ideen, Waren, Dienstleistungen und Know-how kann zum beiderseitigen Vorteil florieren, und die effizienteren Verkehrsführungen bringen wiederum auch für den Umweltschutz ein dickes Plus. Denn mit dem jetzigen Fährbetrieb können nur sehr wenige Personenzüge und kein einziger Güterzug den Fehmarnbelt queren. Durch eine feste Querung kann jedoch beispielsweise auf der Strecke Hamburg – Kopenhagen nicht nur wertvolle Zeit, sondern auch eine Strecke von etwa 140 km gespart werden. Das macht die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene noch attraktiver.

Insgesamt ist das Vorhaben eines der bedeutsamsten Infrastrukturprojekte in Europa. Bereits im September letzten Jahres hatten Deutschland und Dänemark einen Staatsvertrag unterzeichnet, nach dem Dänemark für den Bau, Unterhalt und Betrieb der Querung sowie für die Hinterlandanbindung auf eigenem Territorium zuständig ist. Deutschland ist lediglich für die Hinterlandanbindung auf deutscher Seite zuständig.

Das dänische Parlament sowie der Deutsche Bundesrat haben dem Vorhaben bereits mit überwältigender Mehrheit zugestimmt.

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