Günter Oettinger in Bad Bramstedt

(vlnr.) Der CDU-Landtagsabgeordnete Wilfried Wengler, Günter Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg und der Bundestagsabgeordnete Dr. Rolf Koschorrek vor dem Kaisersaal in Bad Bramstedt.

Bad Bramstedt – Günter Oettinger, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg kam am Freitag in den Kaisersaal nach Bad Bramstedt. 120 Gäste erlebten eine 40-Minuten-Rede von einem Politiker der faszinieren und auch hochdeutsch kann. Eine durch Staus verursachte Verspätung gab vorab dem Bundestagsabgeordneten Dr. Rolf Koschorrek und dem Landtagsabgeordneten Wilfried Wengler die Gelegenheit, ihre Ansichten etwas länger als geplant darzustellen.

„Ich bin zu Ihnen gekommen, weil ich helfen will, dass Peter Harry Carstensen, den ich sehr schätze, Ministerpräsident in ihrem wunderschönen Land ohne Berge bleibt. Und ich bin hierhergekommen, weil die doppelte Wahl in Schleswig-Holstein wichtig für ganz Deutschland ist. Die Landtagswahl hier entscheidet mit über die zukünftige Zusammensetzung des Bundesrates und deshalb muss die CDU mit einer schlanken FDP die Wahlen hier gewinnen,“ begann der Ministerpräsiden des Bundeslandes mit den zahlreichen Erfolgsstatistiken seine Rede.

Im Kaisersaal hätte man eine Stecknadel fallen hören können, als Oettinger in einfachen Worten unter anderem die Zusammenhänge der Weltwirtschaft mit dem persönlichen Wohlergehen der Menschen hierzulande beschrieb. „Durch die finanzielle Hilfe bei der Kurzarbeit und stabilisierenden Maßnahmen zur Verhinderung von Insolvenzen haben wir bei einer schlechten Entwicklung der Weltwirtschaft nur glimpfliche Auswirkungen auf dem Arbeitsmarkt gehabt,“ erläutert Oettinger die notwendigen staatlichen Maßnahmen in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Sorge macht er sich um junge Menschen nach deren Ausbildung. Für Neueinstellungen nützt Kurzarbeit nichts. Die Wirtschaft traut lt. Oettinger einer Regierung von CDU und FDP auf Basis der sozialen Marktwirtschaft weitaus mehr zu als jeder anderen Konstellation, was zu Neueinstellungen beiträgt.

„Unser sozialer Wohlstand in einem Land, das nicht auf Bodenschätze zurückgreifen kann, basiert auf Bildung und Forschung. Die wichtigste Investition des Staates ist die in die Köpfe und Herzen für den zukünftigen knallharten Wettbewerb mit den Ländern in denen viertausend Millionen Menschen dorthin wollen, wo wir in Deutschland schon sind,“ wirbt Oettinger für eine Bildungspolitik ohne Ideologie und die CDU als Bildungspartei.

Die Bedeutung einer konsequenten Bildungspolitik ohne Experimente zu Lasten der Kinder und Eltern mit dem Erhalt und Förderung der Gymnasien sowie mehr Eigenverantwortung für die Schulen unterstrich auch der Landtagsabgeordnete Wilfried Wengler nach einem Überblick zur Landespolitik.

Transparenz, Klarheit und einen befreienden Kahlschlag im üppig wuchernden Dschungel der Verordnungen und Paragraphen forderte Dr. Rolf Koschorrek für die deutschen Sozial- und Steuersysteme: „Unsere Republik geht zugrunde an einer Bürokratie, die nicht mehr vermittelbar ist.“

„Wir hatten hier schon einige Ministerpräsidenten bei unseren Wahlkampfveranstaltungen – und haben die Wahl anschließend jedes Mal krachend gewonnen,“ bedankte sich Dr. Rolf Koschorrek abschließend beim prominenten Wahlhelfer aus Süddeutschland, der für seine Rede viel Beifall erhielt.

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