Junge Union Segeberg beim Regenbogen e.V. in Kaltenkirchen.

Kaltenkirchen – Die Junge Union Segeberg ist einer Einladung des „Regenbogen“-Leiters Harald Hussels gefolgt und hat sich über die  Arbeit des Vereins im Bereich der sozialen und beruflichen Integrationshilfe für Jugendliche und junge Erwachsene informiert.

Der JU-Kreisvorsitzende Ole Plambeck (2. von rechts) und Mitglieder der JU beim Verein Regenbogen

Die Junge Union Segeberg vertritt innerhalb der CDU und damit in der Politik die Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen und ist daher sofort der Einladung des „Regenbogen“-Leiters Harald Hussels gefolgt, um sich über die Arbeit des Vereins Regenbogen e.V. zu informieren. Regenbogen e.V. hat sich der Jugendberufshilfe verschrieben und unterstützt Jugendliche und junge Erwachsene, die keine Perspektive mehr sehen, weil sie die Schule abgebrochen haben und nicht wissen wie es weitergehen soll.

In kleinen Gruppen werden die Jugendlichen und jungen Erwachsene durch Werkunterricht, Berufschulunterricht oder Betriebspraktika bei sozialen, schulischen und beruflichen Schwierigkeiten begleitet.

Des Weiteren betreut Regenbogen e.V. ein Wohnprojekt für junge Erwachsene ab 18 Jahre, die wohnungslos sind oder von Wohnungslosigkeit bedroht sind. Dieses Projekt soll helfen, den dadurch entstandenen Beeinträchtigungen in der persönlichen, schulischen und beruflichen Entwicklung entgegenzuwirken.

Beim Rundgang durch das Gebäude des Vereins erläuterte der Leiter Harald Hussels der Jungen Union, dass das Wohnprojekt nicht nur dazu dient Wohnraum zu schaffen, sondern eigentliches Ziel des Projektes ist es, den jungen Erwachsenen wieder eine Perspektive zu geben, indem individuell ein persönliches Ziel gesteckt wird. Das bedeutet in der Regel, dass die Bewohner eine Schul- oder Berufsausbildung absolvieren.

Im Gespräch mit der Jungen Union wies Harald Hussels auf ein ganz besonderes Projekt hin, das der Verein seit dem 01. Oktober 2009 anbietet. Es geht hierbei um die Betreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsene die straffällig geworden sind. In diesem Programm, das wohl landesweit einmalig ist, arbeitet ein Freigänger aus dem Neumünsteraner Gefängnis beim Regenbogen e.V..

Er betreut Jugendliche, die gerichtliche Arbeitsauflagen bekommen haben und kurz davor stehen selber ins Gefängnis zu gehen. Er kann aus seinen eigenen Erfahrungen berichten und besucht mit den Jugendlichen das Gefängnis um ihnen klar zu machen, was ihnen droht, wenn sie wieder straffällig werden. Er spricht die Sprache der Jugendlichen und versucht sich durch Betrachtung des Umfelds sich einen Eindruck zu verschaffen um ihnen dadurch den richtigen Weg zu zeigen, der heißt: Schul- und Berufsausbildung, sowie soziales Umfeld stärken.

Die Schilderungen des Freigängers und pädagogischen Helfers haben die Junge Union Segeberg sehr beeindruckt.

„Gerade jungen Menschen muss man die Möglichkeit einer zweiten Chance geben. Durch Straffälligkeit verbauen sie ihr ganzes Leben, was gerade erst an am Anfang steht. Es ist sehr schwer für Jugendliche alleine wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Daher ist dieses Projekt sehr wertvoll und sollte unbedingt unterstützt werden“, so Ole Plambeck, Kreisvorsitzender der Jungen Union während des Gesprächs.

Leider ist dieses beeindruckende Projekt nur noch bis Ende Mai finanziell durch Mittel der süddeutschen Stiftung gesichert.  Danach würde die Stelle des pädagogischen Helfers wegfallen.  Die Junge Union Segeberg sicherte zu, sich für dieses Thema stark zu machen und mit Landtagsabgeordneten zu besprechen.

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