Schleswig-Holstein-Rat der Jungen Union in Bad Bramstedt

Bad Bramstedt – Etwa 50 Delegierte und Gäste diskutierten mit den Gästen Peter Lehnert, MdL und Integrationsbeauftragter der Landesregierung, Rainer Biermann, Regionalkoordinator Bundesamt für Migration und Ina Rempel, djo Jugend in Europa Landesverband SH, das Zukunftsthema Migration beim vergangenen Schleswig-Holstein-Rat in Bad Bramstedt. Nach den Eingangsreferaten entwickelte sich eine engagierte Debatte, um den richtigen Umgang mit Migranten, wie man deren Integration voran treiben könne und dem Schlüsselthema bei dieser Frage der deutschen Sprache.

Als Quintessenz der Diskussion wurde insbesondere die Wichtigkeit hervorgehoben, Jugendliche mit Migrationshintergrund früher an die deutsche Sprache heranzuführen und die Akzeptanz von Kindertagesstätten bei Familien mit Migrationshintergrund zu erhöhen. Hierbei sprach sich Peter Lehnert auch gegen die Einführung eines Betreuungsgeldes aus. Entscheidend sei für die CDU sich in diesen Themen ein liberaleres Gesellschaftsbild zu geben, unideologisch an die Sache heranzugehen und pragmatische Lösungsansätze zu finden.

Ähnliche Forderungen fanden sich dann auch im Leitantrag zum SHR, der für den Landesvorstand von Rasmus Vöge und André Jagusch ausgearbeitet worden war und die Leitlinien der Integrationsdebatte für die JUSH darstellen soll. Diese Leitlinien, die nach einigen Änderungen und ebenfalls einer umfangreichen Diskussion mit deutlicher Mehrheit verabschiedet wurden, sollen nach Wunsch des Landesvorstandes den Anfang für eine umfangreiche innerverbandliche Diskussion dar stellen, an deren Ende möglichst konkrete Vorschläge stehen sollen, die wir gegenüber unserer Mutterpartei und der Landesregierung formulieren können. An den Themen Integration und Migration werden wir in Zukunft nicht vorbei kommen und sie werden für unsere Wohlstandsgesellschaft die zentralen entscheidenden Fragen sein, für die wir Antworten haben müssen. Daher ist es gut und richtig, dass der Landesvorstand mit den Leitlinien einen ersten Aufschlag gemacht hat. Dem müssen nun aber weitere Veranstaltungen und Diskussionen folgen. „Wieder einmal mehr besteht hier für die JU Schleswig-Holstein die Chance Motor und Gewissen der Partei zu sein und Positionen zu besetzen, die in unserer Mutterpartei so noch nicht diskutiert werden“, so Ole Plambeck, Kreisvorsitzender JU Segeberg über den SHR.

Die Diskussionsfreude der Delegierten und Gäste übertrug sich auch auf die Sachantragsdebatte, bei der der Antrag der JU Stormarn, der eine Weiterführung des Schulgastabkommens mit Hamburg fordert, angenommen wurde, und ein Antrag auf ein pauschales Kopftuchverbot in öffentlichen Gebäuden abgelehnt wurde. Insgesamt war der Schleswig-Holstein-Rat in Bad Bramstedt ein voller Erfolg und ist hoffentlich der Anfang für eine ausgiebige innerverbandliche Diskussion der Themen Integration und Migration.

Weiter Informationen bei:

JU-Kreisvorsitzender: Ole-Christopher Plambeck
Segeberger Chaussee 20
23816 Leezen
Telefon: 0157-79799399
Email: o.plambeck@hotmail.com
Homepage: www.ju-segeberg.de

Artikel teilen:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.