CDU erstellt Konzept für „Älter werden im Kreis Segeberg“

Joachim Miermeister, Sprecher der CDU-Fraktion im Sozialausschuss

Kreis Segeberg – Ein zentrales Thema für die Politik und Gesellschaft in der Zukunft  ist der sogenannte Demografische Wandel. Der Begriff umfasst   die aktuelle Bevölkerungsentwicklung, insbesondere die natürliche Schrumpfung der Bevölkerung bei relativ starker demografischer Alterung.

Wilfried Mohr, Vorsitzender im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport

Auch der Kreistag in Segeberg befasst sich mit diesem Thema. Unter der Federführung von Joachim Miermeister, Sprecher der CDU-Fraktion im Sozialausschuss und Wilfried Mohr Vorsitzender im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport hat die CDU in ihrem Arbeitskreis Soziales ein Konzept zum Thema „Älter werden im Kreis Segeberg“ erarbeitet und als Antrag in die Arbeit des Sozialausschusses eingebracht.

Um den anderen Fraktionen die Gelegenheit zu geben, sich mit den Vorschlägen der CDU zu befassen, wird der Antrag, nach Absprache, erst in der übernächsten Sozialausschuss-Sitzung behandelt werden.

Antrag der der CDU-Fraktion an den Sozialausschuss

Der Kreistag hat in seiner Sitzung am 10.12.2009 den Leitfaden „Älter werden im Kreis Segeberg“ beschlossen und die Fachausschüsse beauftragt, sich im 1. Halbjahr 2010 mit dieser Thematik auseinanderzusetzen.

Der Sozialausschuss hat den Leitfaden in seiner Sitzung am 18.02.2010 lediglich zur Kenntnis genommen, ohne sich mit der Thematik und Problematik intensiv zu befassen.

In der Sitzung des BKS-Ausschusses am 02.03.2010 hat der Ausschuss-vorsitzende ein Papier mit Anregungen und Vorschlägen für die Umsetzung des Konzeptes vorgelegt, welches in den Fraktionen beraten werden sollte.

Die CDU-Fraktion hat sich in ihrem AK „Soziales“ mit dem Thema ebenfalls befasst und beantragt, die im BKS-Ausschuss vorgebrachten Vorschläge und Anregungen zur Verwirklichung der kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten für das Konzept „Älter werden im Kreis Segeberg“ auch im Sozialausschuss zu beraten und für die nächste Sitzung auf die Tagesordnung zu setzen.

Die erarbeiteten Anregungen und Vorschläge:

Älter werden im Kreis Segeberg

Zur Verwirklichung der kommunalen Gestaltungsmöglichkeiten bzw.-optionen werden folgende Anregungen gegeben bzw. Vorschläge unterbreitet:

  • Jugendliche unterstützen und helfen jüngeren und älteren Seniorinnen und Senioren ehren- bzw. nebenamtlich
  • Jüngere Seniorinnen und Senioren unterstützen ältere Seniorinnen und Senioren auf ehrenamtlicher Basis
  • Organisationen, Vereine, Verbände und dergleichen mehr sowie neben-amtlich ausgebildete Privatpersonen helfen und unterstützen jüngere und ältere Seniorinnen und Senioren, sich in ihrem Umfeld weiter zurechtzufinden, damit diese in ihrem Wohnumfeld bleiben können.Sie leisten körperliche und geistige Unterstützung zur Vermeidung von Hilflosigkeit und Pflege
  • Zur Erhaltung eines hohen Maßes an Alltagsnormalität und individueller Lebensgestaltung der Seniorinnen und Senioren werden empfohlen:

Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit durch Bewegung, Spiel und Sport als präventive Angebote, aber auch rehabilitative Sportangebote (z.B. Koronarsport) mit gemeinsamen sozialen Aktivitäten/Kontakten (z.B. Wandern, Spiele, Ausflüge, Tanzen) zur Erhaltung im Alter

Maßnahmen zur Wahrung körperlicher und geistiger Funktionen

Ausbau von Weiter- und Fortbildungsmöglichkeiten für Ältere durch Volkshochschulen, kirchliche Bildungseinrichtungen u.a.

Maßnahmen für den Zugang von Seniorinnen und Senioren zur Literatur, zu Lesungen, zu Büchereien, zum Internet pp.

Angebote zur Erhaltung der Mobilität

  • Schaffung von Altenwohnkommunen (auch mit öffentlicher Unterstützung des hierfür erforderlichen Wohnungsbaues) mit ehren- bzw. nebenamtlicher Unterstützung der Seniorinnen und Senioren für ihre individuellen Bedürfnisse (Einkauf, Spazierengehen, Gesellschaftsspiele, Diskussionsrunden u.ä. durch Jugendliche, Erwachsene und jüngere Seniorinnen und Senioren
  • Durchführung von Wohnungsanpassungen einschl. Barrierefreiheit, um die Selbständigkeit im Alter und bei Behinderung zu erhalten (erforderlichenfalls im Wege einer zinsgünstigen Finanzierung durch öffentliche Stellen, wobei der Abtrag und die Zinszahlungen erst erfolgen, wenn der Erbfall eingetreten ist.)
  • Schaffung eines „Seniorenhelferausweises“ für Jugendliche und auch Erwachsene sowie für junge Ältere, um Altenhilfe leisten zu können.
    Hierfür: Entwicklung von Programmen durch soziale Träger (Kreis, Wohlfahrtsverbände, Pflegestützpunkt pp.) zum Erwerb des „Seniorenhelferausweises“
  • Senioren sollten in den kommunalen Gremien als Mitglied vertreten sein entsprechend ihrem prozentualen Anteil an der Gesamtbevölkerung. Die Parteien und kommunalen Wählervereinigungen sollten sich hierum bemühen
  • Schaffung von altersbezogenen aber auch generationsübergreifenden regelmäßigen Treffs auf Orts- bzw. Ortsteilebene
  • Besondere Förderungsmöglichkeiten für Sportvereine initiieren, die sich besonders auch dem Sport für Ältere öffnen, z.B. Übungsleiterausbildung mit Zertifikat für Seniorensport und auch entsprechende Zuschüsse für Übungsleiter, die Seniorinnen und Senioren sportlich anleiten
  • Evtl. Umstellung der VHS-Förderung durch den Kreis auf Seniorenangebote – zumindest teilweise
  • inbeziehung ausländischer Seniorinnen und Senioren in die Altenarbeit zur Vermeidung der Schaffung von sozialen Alten-Randgruppen

Weitere Informationen bei:

Joachim Miermeister
Sprecher der CDU-Fraktion im Sozialausschuss
Telefon: 040/5227257
Fax: 040/52110473
jmiermeister@wtnet.de

Wilfried Mohr
Vorsitzender im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport
Telefon: 04193/2983
wimo@wtnet.de

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