100 Segeberger Christdemokraten bei Angela Merkel in Lübeck

Dr. Christian von Boetticher und Angela Merkel diskutierten mit 1500 CDU-Mitgliedern in Lübeck

Lübeck – Die Kanzlerin war in die Hansestadt gekommen, um mit den CDU-Landesverbänden von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg über den Kurs der Partei zu diskutieren. Merkel verteidigte in ihrer Rede die feste Fehmarnbelt-Querung. Sie trage als Kanzlerin aber Verantwortung für das gesamte Land. Der mit Dänemark geschlossene Staatsvertrag sehe „sehr gute Bedingungen für uns“ vor. Auch stellte sie sich hinter die Entscheidung, die Laufzeiten der deutschen Atomkraftwerke zu verlängern. „Wir wollen das Zeitalter der erneuerbaren Energien erreichen, aber nicht mit dem Kopf durch die Wand“, sagte sie vor den etwa 1.500 Christdemokraten. Unter den rund einhundert Gästen aus dem Kreis Segeberg befanden sich  die Landtagsabgeordneten Dr. Axel Bernstein und Katja Rathje-Hoffmann.

„Der Islam gehört zu Deutschland“, sagte die Bundeskanzlerin am Mittwoch. Die CDU-Vorsitzende verlangte, der Islam müsse differenzierter betrachtet werden. „Es gibt übrigens nicht ‚den‘ Islam.“

Schleswig-Holsteins CDU-Landeschef Christian von Boetticher befürwortete die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte. „Wir sind ein Einwanderungsland und waren das auch immer“, sagte er. Dennoch sei „kulturelle Vielfalt etwas anderes als Multi-Kulti“.

Merkel verteidigte auch die umstrittene feste Fehmarnbelt-Querung und den Sparkurs ihrer schwarz-gelben Bundesregierung. „Es ist jetzt der Herbst der Entscheidungen.“ Begleitet wurde die Regionalkonferenz der CDU von Protesten gegen die Fehmarnbelt-Querung und die Atompolitik.

Die Regionalkonferenz in Lübeck war die vierte von sieben Veranstaltungen vor dem Bundesparteitag, der am 14. November in Karlsruhe beginnt.

CDU-Mitglieder, die keine  Gelegenheit haben, persönlich an einer der Konferenzen teilzunehmen, können sich im Mitgliedernetz unter www.cdu-de in die Diskussion einbringen: Auf einer Virtuellen Regionalkonferenz hier im CDUnet können sie Ihre Frage an die Parteiführung richten. Die Fragen fließen ein in die Regionalkonferenzen vor Ort. Die 10 Fragen mit der höchsten Stimmenzahl werden von Angela Merkel in einem Video-Interview beantwortet.

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