CDA: Die soziale Marktwirtschaft muss Modell für Europa sein

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„Wir müssen die soziale Marktwirtschaft als Modell für Europa entwickeln“, so der 1. stellv. CDA-Bundesvorsitzende Dr. Christian Bäumler auf dem Jahreskongress der CDA Schleswig-Holstein in Neumünster. Europa dürfe nicht nur wirtschaftlich definiert werden.

Bäumler forderte eine europäische Arbeitnehmer-Charta. Schutz vor willkürlichen Kündigungen, Arbeitszeit- und Arbeitsrechtnormen müssten überall selbstverständlich sein: „Wir müssen zu einer Werteordnung kommen, die verbindlich ist.“

Engagiert setzte er sich für die beitragsfreie Rente nach 45 Jahren Arbeit ein. Der CDA-Vize: „45 Jahre durchgehend zu arbeiten ist eine Lebensleistung.“ Heute sei es ohnehin schon in vielen produzierenden Betrieben die Regel, dass die Beschäftigten nicht über 60 seien.

Der Mindestlohn sei ein Gebot der Gerechtigkeit. Jetzt gelte es, diesen umzusetzen. Von seinem Lohn müsse man seine Familie ernähren können. Eine gerechte Entlohnung sei auch eine Frage der Würde der Arbeit und des arbeitenden Menschen.

Kritisch setzte Bäumler sich in seiner von viel Beifall begleiteten Rede mit Leih- und Zeitarbeit auseinander. Es sei eine „Frage der sozialen Gerechtigkeit“, dass gleiche Arbeit nicht unterschiedlich bezahlt werde: „Wenn zwei Menschen dieselbe Arbeit machen, ist es nicht gerecht, wenn sie unterschiedlich bezahlt werden.“

Engagiert auch sein Plädoyer für unbefristete Verträge. Zeitverträge dürften nicht das arbeitspolitische Modell sein. Dies sei gerade auch aus Sicht der jungen Generation und der Familienpolitik wichtig. „Wir müssen dafür sorgen, dass die jungen Leute früher selbständig auf einer tragbaren wirtschaftlichen Basis stehen“, so Bäumler. Dies „habe auch eine Menge mit Familie zu tun“, denn diese bräuchten Sicherheit und Planbarkeit.

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