Schlachthof – Kritik an Landrätin wächst

Nach Ermittlungen wegen Tierquälerei und Hygienemängeln in Bad Bramstedt wächst die Kritik an  Segeberger Landrätin.

Volker Dornquast MdL

Volker Dornquast MdL kritisiert das erneute Versagen der Segeberger Landrätin Jutta Hartwieg (SPD).

Bad Bramstedt . Der Ende Februar durchsuchte Schlachthof in Bad Bramstedt soll auf absehbare Zeit nicht mehr in Betrieb genommen werden.  Der Kreis Segeberg wurde angewiesen, ein „Verfahren zum Widerruf der Zulassungen für den Schlacht- und den Zerlegungsbetrieb“ einzuleiten.

Gegen den Schlachthof ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts auf Tierquälerei und eklatanten Verstößen gegen Hygienevorschriften. Das Ministerium selber hatte die Ermittler nach Hinweisen eines Tierarztes eingeschaltet. Gestern durfte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) Einsicht in deren Akten nehmen. Die müssen es in sich gehabt haben. Man sehe sich jetzt zur Schließung gezwungen, erklärte Habeck sofort.

Landrätin Jutta Hartwieg (SPD) hatte noch am Donnerstag Gutachten präsentiert, nach denen es keine Bedenken gegen eine Wiederaufnahme des Schlachthofbetriebs gebe.  Aktuell war die Landrätin für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

 Am Donnerstag hatte die Staatsanwaltschaft nach Bericht der LN auch beim Kreis selber Unterlagen beschlagnahmt. Es ist  daher nicht auszuschließen, dass es auch noch Ermittlungen gegen Kreismitarbeiter geben könnte.

Der CDU-Abgeordnete Volker Dornquast attackiert Jutta Hartwieg im Kieler Landtag: Nach den Erfahrungen mit ihrer Arbeitsweise im Fall des Segeberger „Kellerkindes“ sei auch dieses Mal zu bezweifeln, dass für sie „eine konsequente Überwachung und die Abstellung von Mängeln oberste Priorität hatten“. Die Anweisung aus Kiel komme einer Rücktrittsforderung gleich.

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