Böge und Callsen fordern Planungssicherheit für die Rader Hochbrücke

Im Anschluss an ein Gespräch mit Abgeordneten und weiteren Vertretern der Kreise Schleswig-Flensburg, Nordfriesland, Rendsburg-Eckernförde, sowie der Städte Flensburg, Kiel und Neumünster und einer Sitzung des CDU-Landesvorstandes am 11. April 2014 erklärten der Landesvorsitzende der CDU Schleswig-Holstein, Reimer Böge MdEP und der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Johannes Callsen MdL: 

„Angesichts der vergangenen Erfahrung mit der Sperrung der Rader Hochbrücke im Sommer/Herbst 2013 ist wichtig, dass alles getan wird, damit unsere Verkehrsachsen nicht abreißen. Nach Fertigstellung des Gutachtens zur Restnutzungsdauer der Rader Hochbrücke muss sehr schnell Klarheit darüber geschaffen werden, wie die Querung über den Kanal künftig verlaufen wird. Dem Projekt muss dann umgehend Priorität eingeräumt werden.“

Böge betonte weiterhin die Bedeutung eines Schulterschlusses: „Eine Zusammenarbeit der norddeutschen Länder ist in dieser Hinsicht entscheidend. Zudem ist die Beteiligung Dänemarks aufgrund der Dimension des Projektes erforderlich, um erfolgreich Unterstützung von Bundes- und auch EU-Ebene zu bekommen. In diesem Zusammenhang ist auch eine Wiederbelebung der deutsch-dänischen Verkehrskommission zwingend notwendig. Die Kommission ist zurzeit nicht optimal besetzt. Die Notwendigkeit der Beteiligung des Bundesverkehrsministeriums macht sich gerade an Projekten wie diesen bemerkbar. Hier sind alle Ebenen gefordert. Ein Schulterschluss ist in dieser Hinsicht unerlässlich: So ist auch der Bau einer festen Fehmarnbeltquerung in Berlin nur durch das gemeinsame Engagement von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und EU-Verkehrskommissar Jaques Barrot realisiert worden.“

Zum Planungsverlauf forderte Johannes Callsen die Untersuchung zu allen in Frage kommenden Alternativen – Ersatzbau, neue Trasse, Tunnel – ohne vorab Prioritäten festzulegen. „Das Ziel muss sein, eine Gesamtplanung mit einer Aufstellung der nachhaltigen Kosten und einem Anfangs- sowie Fertigstellungsdatum vorzulegen“, betonte der Fraktionsvorsitzende.

Abschließend erklärte Böge die schleswig-holsteinische Verkehrsinfrastrukur zum Schlüsselthema der Landes-CDU. „Daher fordern wir eine Große Koalition der verkehrspolitischen Vernunft. Sowohl die Instandhaltung der kompletten A7 inklusive der Kanalquerung sowie der Ausbau der A20 einschließlich Elbquerung sind die Lebensadern der schleswig-holsteinischen Wirtschaft“, so der CDU-Landesvorsitzende.

Artikel teilen:
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.