MIT Segeberg: Akademisierungswahn stoppen – Facharbeiter ausbilden

PRESSEMITTEILUNG

Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Kreis Segeberg

 Akademisierungswahn stoppen – Facharbeiter ausbilden!

MITklein „Der anhaltende Trend zum Hochschulstudium wird den Fachkräfteengpass weiter verschärfen. Auch die Unternehmen im Kreis Segeberg werden in den nächsten Jahren viele Stellen nur schwer oder gar nicht besetzen können“, warnt Uwe Gätjens, stellv. Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung im Kreis Segeberg (MIT).

Einer gemeinsamen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Instituts für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) zufolge fehlen künftig vor allem betrieblich ausgebildete Fachkräfte. Grund dafür ist nicht allein der demografische Wandel. Auch der steigende Anteil an Akademikern trägt dazu bei, dass die Fachkräftelücke in einigen Branchen immer größer wird. In Gesundheits- und Sozialberufen sowie den be- und verarbeitenden als auch instand setzenden Berufen, wird der Fachkräftemangel besonders spürbar werden.

„Jahrelang wurden falsche Anreize gesetzt, in dem das Hochschulstudium als das „Non plus ultra“ herausgestellt wurde. Das rächt sich nun. Der Akademisierungswahn muss endlich gestoppt werden. Wir brauchen vor allem Facharbeiter und Meister in unseren Betrieben, nicht nur Bachelor und Master“, erkennt Gätjens.

Die MIT Segeberg beklagt, dass vielen jungen Menschen gar nicht bewusst sei, welche Möglichkeiten und Karrierechancen eine berufliche Qualifikation biete. „Wir müssen die Jugendlichen wieder verstärkt von den Vorzügen einer Berufsausbildung im Vergleich zum Studium begeistern. Da sind besonders die Schulen gefordert“, sagt Gätjens und verweist, dass die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt für beruflich Qualifizierte heute besser sind als sind je zuvor: „Während in Zukunft auf jeden scheidenden Akademiker rund 1,5 Hochschulabsolventen kommen, ist das Verhältnis bei den beruflich Qualifizierten umgekehrt.“

Laut den Berechnungen von BIBB und IAB werden bis 2030 in Deutschland rund 3,1 Millionen Akademiker aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Dem wird ein Neuangebot von rund 4,7 Millionen Hochschulabsolventen gegenüberstehen.

Gleichzeitig scheiden rund 10,5 Millionen beruflich Ausgebildete aus dem Berufsleben aus. Es rückten aber nur 7,5 Millionen jüngere Menschen mit Berufsbildung nach. Besonders bei Meistern und Technikern ist mit größeren Engpässen zu rechnen.

V.i.S.d.P.:
Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU Kreisverband Segeberg Hans-Peter Küchenmeister Pressesprecher

 

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