Neue berufliche Chancen für ältere Arbeitnehmer

Die Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann (links) und Elisabeth Hartojo, Leiterin von adasoft e.V. im Schulungszimmer

Die Landtagsabgeordnete Katja Rathje-Hoffmann (links) und Elisabeth Hartojo, Leiterin von adasoft e.V. im Schulungszimmer

Norderstedt – Bei ihrem Besuch im Bildungszentrum adasoft e.V. in Norderstedt informierte sich die sozialpolitische Sprecherin der CDU Landtagsfraktion und Norderstedter Abgeordnete Katja Rathje-Hoffmann über die Weiterbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten zur Servicekraft im Gesundheitswesen in Kombination mit der Qualifizierung zur Alltagsbegleiterin.

„In fünf Monaten versetzen wir Frauen und Männer durch unsere Ausbildung in die Lage, sich mit Menschen auseinander zu setzen, die aufgrund einer Demenz oder anderen Hirnleistungsstörungen oder auch schweren körperlichen Gebrechen nicht mehr in der Lage sind, ihren Tagesablauf zu organisieren und zu gestalten“, erklärt die Leiterin des anerkannten Bildungsträgers ‚adasoft‘, Elisabeth Hartojo.

Rathje-Hoffmann lobte besonders, dass zwei berufliche Module Bestandteil der fünf-monatigen Ausbildungszeit sein können und angeboten werden. „Um den Service für Patienten, Angehörige und Beschäftigte in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen zu verbessern, können Personen auch ohne vorherige Ausbildungen zur Servicekraft im Gesundheitswesen ausgebildet werden“, sagt die Abgeordnete. Zum Aufgabenbereich gehören z.B. die Speisenversorgung, einfache hauswirtschaftliche Tätigkeiten, erweiterte Serviceleistungen sowie Teile der Administration und Logistik auf einer Station. Die Servicekräfte begleiten die Patienten bei der Aufnahme, erledigen kleine Botengänge und sind neben der Speisenversorgung auch Ansprechpartner für die vielen kleinen Wünsche der Patienten.

Ein erfolgreicher Ausbildungsabschluss sichert vor allem älteren Menschen, auch mit einem Migrationshintergrund einen beruflichen Wiedereinstieg ins sozialversicherungspflichtige Arbeitsleben. Alltagsbegleiter und Servicekräfte im Gesundheitswesen sind in Kliniken und Pflegeeinrichtungen begehrt und können auch durch die Agentur für Arbeit und die JobCenter gefördert werden. Diese Ausbildung, die nach § 87b SGB XI anerkannt wird, ist mittlerweile so beliebt, dass die Ausbildungsplätze verdoppelt wurden. Zur Zeit werden 20 Frauen durch adasoft qualifiziert

„Diese berufliche Perspektive ist hervorragend für ältere Frauen nach der Familienphase geeignet und sorgt zudem für berufliche Entlastung von Angehörigen und Fachpersonal in der Pflege“, erklärt Katja Rathje-Hoffmann abschließend.

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