JU-Kreisverbandsausschuss zum Thema Flüchtlinge & Asyl

Azim Fakhri berichtet über das Leben in Afghanistan

Azim Fakhri berichtet über das Leben in Afghanistan

Henstedt-Ulzburg – Am Samstag, den 07.03.2015 fand im Bürgerhaus Henstedt-Ulzburg der Kreisverbandsausschuss der Jungen Union Segeberg zum Thema „Flüchtlinge & Asyl“ statt. Die JU durfte bei diesem Kreisverbandsausschuss Azim Fakhri begrüßen, der mit seiner Familie aus Afghanistan geflohen ist, sowie Gisela Kolmorgen vom Willkommensteam e.V. in Henstedt-Ulzburg.

Die 15 anwesenden JU`ler verfolgten gespannt den Vortrag von Azim Fakhri, der in einer beeindruckenden Präsentation das Leben in Afghanistan beschrieben hat und wie er nach Deutschland gekommen ist. Azim Fakhri lernt gerade in einen der ehrenamtlich angebotenen Kurse Deutsch, hat aber seinen Vortrag im fließenden Englisch gehalten, da er erst wenige Monate in Deutschland ist.

Die JU während ihrer Antragsberatung zum Thema Migration

Die JU während ihrer Antragsberatung zum Thema Migration

Gisela Kolmorgen berichtete über die Arbeit im Willkommensteam, über die Betreuung der Flüchtlinge und den manchmal, nicht einfachen, bürokratischen Hürden, die genommen werden müssen. So muss z.B. ein Asylsuchender, wenn er krank ist, erst einmal in das Rathaus bzw. in ein Amt um sich eine Bescheinigung abzuholen, bevor er vom Arzt behandelt werden kann.

Das Willkommensteam betreut die Flüchtlinge bei der Bewältigung ihres Alltags und vor allem beim Deutsch lernen. Alle Teilnehmer des Kreisverbandsausschusses waren sich einig: „Integration funktioniert am besten über die Sprache.“ Daher ist es enorm wichtig, dass die Flüchtlinge Deutsch lernen. Der Kreis Segeberg fördert deshalb mit 60.000 € Deutschkurse im Kreis. Aber ohne die ehrenamtlich angebotenen Kurse, könnte der Bedarf trotzdem nicht gedeckt werden. Die Flüchtlinge finden in Deutschland vor allem eines: Sicherheit. Sie haben ein Dach über den Kopf und für Lebensmittel und Gesundheit ist auch gesorgt. Was aber auch sehr wichtig ist, sind soziale Kontakte. „Wir müssen aufpassen, dass die Flüchtlinge nicht sozial isoliert werden“, so Ole Plambeck während des Kreisverbandsausschusses. Das kann der Staat aber alleine nicht leisten. Daher ist das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger in Henstedt-Ulzburg, aber auch in anderen Teile des Kreises so wichtig, dass sie sich den Flüchtlingen annehmen und sich um sie kümmern. Dabei werden mittlerweile auch Sportvereine mit eingebunden. Der SVHU z.B. bietet kostenloses Basketballtraining für die Flüchtlinge an oder sie können Fußball spielen. Gerade beim Sport lassen sich viele Bekanntschaften bilden. Denn Sport verbindet unabhängig von Sprache, Religion oder Hautfarbe. Sprache & Sport sind die besten Mittel für Integration und lassen die Flüchtlinge auch ein Stück ihren Alltag vergessen. Die Junge Union bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.

Im Anschluss an die beeindruckenden Vorträge und die Diskussion hat die JU Segeberg den Leitantrag zum Thema „Migration“ der Jungen Union Schleswig-Holstein bearbeitet. „Die vorherige Diskussion war dafür eine tolle Vorbereitung“, so Jan Richter, der sehr beeindruckt von Azim Fakhri war. Der Leitantrag des Landesverbandes wird am Samstag, den 14.03.2015 auf dem Schleswig-Holstein-Rat der JU in Flensburg beraten.

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