Bürgerehrenpreis für Karsten Schnoor auf dem CDU Neujahrsempfang in Nahe (Bericht)

Übergabe Bürgerehrenpreis durch Gero Storjohann MdB und Dr. Manfred Hoffmann (links) an Karsten Schnoor (Foto Christel Gottschalk).

Übergabe Bürgerehrenpreis durch Gero Storjohann MdB und Dr. Manfred Hoffmann (links) an Karsten Schnoor (Foto Christel Gottschalk).

Nahe – Auf dem traditionellen Neujahrsempfang von Nahes Christdemokraten konnte der Vorsitzende Dr. Manfred Hoffmann am Sonntag ca. 100 Gäste im Bürgerhaus an der B432 begrüßen. In diesem Jahr wurde Karsten Schnoor für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit für die Feuerwehr und die Naher Speelstuv mit dem Bürgerehrenpreis ausgezeichnet. Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann überbrachte dem Preisträger eine Einladung zu einer mehrtägigen Berlin-Reise für 2 Personen.

Nach dem Prosecco-Empfang und einem Imbiss vom „La Trattoria“-Pizza-Buffet“ wurden Hans-Walter Hahn für 30 Jahre Mitgliedschaft und Rüdiger Weise für 40 Jahre Mitgliedschaft in der CDU geehrt. Uwe Voss wurde für seinen Einsatz im Segeberger Kreistag mit einem Blumenstrauß gedankt.

Neben dem Bundestagsabgeordneten unter den Gästen: Dr. Axel Bernstein MDL (CDU-Landesgeschäftsführer und innenpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion), den stellvertretenden Landrat Claus Peter Dieck, die Bürgermeister Maren Storjohann aus Seth, Peter Reese aus Itzstedt, Bernhard Dwenger aus Kayhude, Henstedt-Ulzburgs stellvertretende Bürgermeisterin Elisabeth von Bressensdorf und Nahes Bürgermeister Holger Fischer, ehemalige Preisträgerinnen und Preisträger sowie Vorsitzende der ortsansässigen Vereine und Verbände.

Aus der Laudatio von Nahes CDU-Vorsitzendem Dr. Manfred Hoffmann zur Auszeichnung von Karsten Schnoor mit dem Bürgerehrenpreis 2016:

Karsten Schnoor kam 1954 in Rendswühren als ältestes von 4 Geschwistern zur Welt. Er wuchs auf einem Bauernhof. Nach der Volksschule hat er eine landwirtschaftliche Lehre absolviert. Eigentlich hätte er als ältester Sohn den Bauernhof auch weiter führen sollen. Er hat sich das mit 25 Jahren aber anders überlegt. Dem bäuerlichen Metier ist er aber treu geblieben.

Vor 36 Jahren hat der Preisträger seine Arbeitsstelle bei der Rinderzucht Schleswig-Holstein. Angetreten.

Als junger Erwachsener hat Karsten seine Dörthe kennen und lieben gelernt. Das war auch nicht ganz so schwierig, da Damsdorf nicht sehr weit weg ist von Rendswühren. Heute sind die beiden fast 40 Jahre verheiratet. Das sieht man den beiden aber gar nicht an. Mit Kai, Katja und Julia haben die beiden 3 Kinder. Und die haben den Großeltern mittlerweile 5 Enkel geschenkt. Das können die wenigsten der hier Anwesenden von sich behaupten.

Und wie sind Karsten und Dörthe nach Nahe gekommen? Eigentlich war von Seiten der Firma vorgesehen, dass er sich ein Zuhause in Duvenstedt sucht. Aber nach einem kurzen Blick in die Immobilienanzeigen und in sein Portemonnaie hat er festgestellt, dass dann zum Leben zu wenig übrig bleiben würde. Durch Zufall wurde ihm ein Haus im Torfredder angeboten und da hat er dann auch kurzfristig zugeschlagen.

Und was hat Karsten denn nun in Sachen Ehrenamt geleistet. Wie in Rendswühren früher üblich ist ein junger Mann mit 18 Jahren in die Heimatwehr eingetreten. Dort hat er dann Lehrgänge in Plön besucht. Und zwar als Truppführer, Funker und Maschinist.

Nach seinem Umzug nach Nahe hat er das dann nicht lange ohne seine Feuerwehr ausgehalten und ist hier eingetreten. Als sein Vorgänger im Amt des Kassenwarts, Hansi Holst-Oldenburg, 1990 sein Amt aufgegeben hat, hat er sich zur Verfügung gestellt. Und nun müssen die Mitglieder von Parteien genau hinhören. Es gab eine Kampfabstimmung um den Posten des Kassenwarts. Die hat Karsten Schnoor knapp gegen Rolf Löchel gewonnen. Damit ist Karsten seit 26 Jahren Kassenwart und passt darauf auf, dass das Geld vernünftig eingesetzt wird. Vielleicht erzählt Karsten nachher ja noch etwas über legendäre Feuerwehrhauptversammlungen mit Herbert Pohlmann und seinem Schwager Erwin Rohlf.

 

Aber in der Feuerwehr gibt es ja noch mehr zu tun. Kameradschaftsabende wollten organisiert sein und früher wurden dabei auch kleine Sketche aufgeführt. Ortwin kann sich bestimmt noch daran erinnern, dass Karsten mit Anne ins Bett, ging um einen Sketch über Herbert und Erika Pohlmann aufzuführen. Hier hat Karsten die ersten Erfahrungen im Theaterspiel gesammelt.

Die Kameradschaftsabende liefen aber immer schlechter, so dass irgendwann nur noch 35 Mann dabei waren. Wer Karsten kennt, weiß, dass er mit einer solchen Situation nicht zufrieden ist. Der Festausschuss wurde umorganisiert. Jetzt gibt es ein festes Team mit den Familien Wilmanski, Thies, Schoor und Peter Quade. Deren erster Kameradschaftsabend im Bürgerhaus war Kult. Der Saal war gerammelt voll und Elvis machte ordentlich Stimmung.

Ein so volles Bürgerhaus mochte die Gemeindevertretung ein zweites Mal nicht mehr genehmigen. Nach langen Verhandlungen mit Siegmar Gomille vom Trägerverein findet das Oktoberfest jetzt schon seit 7 Jahren in der Sporthalle statt. Und mit dem Oktoberfest ist auch eine große Tombola verbunden, zu der die ansässigen Firmen bereitwillig spenden. Die Spendenaquise ist Karstens Angelegenheit

Organisiert werden aber auch die Jahreshauptversammlung, das Osterfest am Karfreitag, der Laternenumzug im Herbst und nicht zu vergessen das Grillfest am Mittwoch vor Vatertag. Hier muss Karsten auch während des Festes für Nachschub sorgen. Örtliche Lebensmittelmärkte kommen dabei manchmal an ihre Grenzen.

Neben der Feuerwehr ist Karsten noch in der Naher Speelstuv tatkräftig dabei. Und das seit 1989. Übrigens, die Naher Speelstuv feiert nächstes Jahr ihr 30 jähriges Bestehen. Da bin ich mal gespannt, was dann gespielt wird. Dieses Jahr wird „Een Matjes singt nich mehr“ aufgeführt. Und zwar an 7 Terminen vom 11. bis 20. März.

Bei den Aufführungen kann Karsten seine Leidenschaft, nämlich das Plattschnacken, so richtig ausleben. Und das merkt man ganz deutlich daran, wie er seine Rollen annimmt. Aber er ist nicht nur auf der Bühne im Einsatz. Seine Aufgabe ist es auch Sponsoren für die Theateraufführungen zu suchen. Und das macht er erfolgreich.

 

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