Reimer Böge für das europaweite Qualifizierungsprogramm der Fachkräfte für Elektro-Altgeräte

RB-Nordkolleg-WEBRendsburg – Auf einer Expertentagung im Nordkolleg mit  Kommunalpolitikern und Vertretern aus dem Recyclingbereich, dem Second Hand Sektor und der Sozialwirtschaft überzeugte  sich der Europaabgeordnete Reimer Böge auf einer Podiumsdiskussion vom Erfolg der „Einführung einer gesamteuropäischen Qualifizierung zur Fachkraft für Elektro-Altgeräte“ in der Praxis.

Das Multiplier Event diente dazu, die Projektergebnisse zu präsentieren und mit Experten deren nachhaltige Einführung in die Berufsbildung zu diskutieren sowie den Boden für eine nachhaltige Anwendung der Gesamtqualifizierung durch Bildungsträger und sozialintegrative Betriebe aufzubereiten. Neunzig Prozent  der Teilnehmer kamen aus dem deutschsprachigen Raum. Es waren auch einige  Repräsentanten aus den Partnerländern Finnland, Slowenien und Bulgarien dabei.

Die Zielgruppe für eine derartige Aus- oder Weiterbildung sind am Arbeitsmarkt Benachteiligte wie Langzeitarbeitslose,  An- und Ungelernte sowie Jugendliche. Das Qualifizierungskonzept kann aber auch im Bereich der Zuwanderung zur Integration in den Arbeitsmarkt eingesetzt werden.

Die jüngsten ordnungspolitischen Entwicklungen auf der EU-Ebene zum Thema Circular Economy lassen eine steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen, aufbereiteten Elektrogeräten erwarten, so dass zukünftig mit einem Wachstum des Second Hand Geschäftsfeldes „Elektroaltgeräte“ zu rechnen ist. Dieses bietet schon heute zahlreiche Arbeitsplätze und eine Beschäftigungsperspektive für am Arbeitsmarkt Benachteiligte. Mittels der in dem Projekt „QualiProSH Electro“ entwickelten Produkte soll die Professionalisierung des Sektors vorangetrieben, neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen und die Arbeitsmarktmobilität gefördert sowie eine EU-weite Vergleichbarkeit der Kompetenzen geschaffen werden.

Das europaweit einheitliche Gesamtkonzept wurde im  Rahmen des ERASMUS Projektes „QualiProSH Electro“ entwickelt  und auf ihm basieren die nationalen Konzepte, die ebenfalls erprobt wurden.

Im Fokus des Projektes, das von sechs  Partnern aus fünf EU-Mitgliedsstaaten (Deutschland, Österreich, Finnland, Slowenien und Bulgarien) durchgeführt wurde, steht die (Weiter-)Entwicklung, Erprobung und nachhaltige Durchführung eines EU-weit einheitlichen und auf Qualitätsstandards basierten Gesamtqualifizierungskonzeptes „Fachkraft für Elektroaltgeräte“ für das im europäischen Second Hand Sektor stark wachsenden Geschäftsfeld „ReUse von Elektroaltgeräten“ sowie ergänzender Bildungsprodukte.

Teilnehmer an der  Podiumsdiskussion unter der Leitung von Ralf Kaufmann  (Gf. Nordprojekte):
–              Professor Dr. Lars Windelband, Berufswissenschaftler, Schwäbisch-Gmünd
–              Sepp Eisenriegler, stv. Vors. RepaNet und Altpräsident RREUSE, Wien
–              Gerhard Seibert, Gf JobCenter Rendsburg-Eckernförde
–              Ralph Hohenschurz-Schmidt, Gf. AWR (Abfallwirtschaftsgesellschaft des
Kreises Rendsburg-Eckernförde)
–              Reimer Böge, MdEP

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