Auch Müllrecycling ist ein Stück Politik

Auch Müllrecycling ist ein Stück Politik – Gero Storjohann und Ole Plambeck zu Besuch bei Brockmann Recycling in Nützen

(von links) Geschäftsführer Frank Brockmann, Hartmut Schön, Landtagskandidat Ole-Christopher Plambeck und der CDU-Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann.

Dienstleistungen eines Entsorgungsbetriebes standen im Zentrum eines Besuches des Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann und des Landtagskandidaten Ole Plambeck. Dazu wurden sie bei der Fa. Brockmann Recycling in Nützen vom Geschäftsführer Frank Brockmann und seinem Mitarbeiter Hartmut Schön empfangen und umfassend über die vielfältigen Aufgaben und Facetten des Betriebes informiert.

Als familiengeführtes Unternehmen fühlt sich die Fa. Brockmann der Region besonders verpflichtet. Der Mensch steht bei aller Wirtschaftlichkeit im Mittelpunkt der Betrachtung. Eine Philosophie die auch dazu führt, dass die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit der Brockmann-Beschäftigten bei rund 12 Jahren liegt. Beste Erfahrung hat der Firmenchef mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bereits in der Ausbildung den Weg in die Firma fanden. Das gesamtheitliche Aufgabenverständnis dieser Menschen ist ein echter Gewinn.

Schnell war man aber auch bei politischen Themen. Gero Storjohann sprach die unterschiedlichen Formen der Arbeit der Abfallwirtschaft in Schleswig-Holstein, speziell das duale System im Kreis Segeberg an. Die Gesprächsteilnehmer waren sich dabei schnell einig, dass Wettbewerb zu Innovationen führe und hier oft die Privatwirtschaft die Nase vorne habe.

Breiten Gesprächsraum nahmen auch die Themen der Wiederverwertung ein und zu welchem Rahmenbedingungen dies möglich sei. Mülltrennung ist zwar Bürgerthema, aber Recycling sei eben doch erheblich mehr. Begrüßt wurde von Gero Storjohann die vom Unternehmen geleistete eigene Berufskraftfahrerausbildung um Fahrleistungen zu verbessern, Unfälle zu vermeiden aber auch den Fahrern Stress zu ersparen. „Eine duale Ausbildung ist das beste Mittel gegen Fachkräftemangel und gegen Arbeitslosigkeit. Wie bei vielen anderen Betrieben ist die Firma Brockmann ein gutes Beispiel, wo das funktioniert. Bildungspolitisch müssen wir die duale Ausbildung noch mehr stärken“, so der Landtagskandidat Ole Plambeck.

Frank Brockmann präsentierte sich als Anhänger der Idee von Radschnellwegen und des Drohnenbefähigungsnachweises. Beides aktuelle Themen, welche Ole Plambeck und der Bundestagsabgeordnete derzeit mit bewegen und diskutieren. Der Firmeninhaber beschrieb, dass er selber öfter den Weg von seinem Wohnort in Hamburg-Winterhude nach Nützen fahre und deshalb um den Wert einer solchen Neuerung wisse. Auch als Hobbypilot wisse er um die Gefährlichkeit der aufwachsenden Drohnenfliegerei und befürchte gefährliche Situationen im Luftraum, die tödlich enden könnten, falls der Gesetzgeber nicht ausreichend tätig werde. Gero Storjohann machte in diesem Zusammenhang die Betroffenheit der Modellflieger deutlich und dass er aktuell bemüht sei einen Interessenausgleich zu finden.

Nachdem auch noch Verpackungsverordnung, Lärmschutzverordnung, Förderprogramme für Elektrofahrzeuge und anderes mehr diskutiert wurden, war die ursprünglich avisierte Besuchszeit von zwei Stunden doch deutlich überzogen.

Beide Politiker machten deutlich an praktischen Auswirkungen von Gesetzesvorhaben interessiert zu sein und boten weitere Gespräche auch über die Fachverbände an.

 

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