Geld für Schulen und Kitas statt für kommunales Wohnungsbauunternehmen

Die CDU spricht sich klar gegen die Schaffung eines kommunalen Wohnungsbauunternehmens aus. Dieses wird immer in Konkurrenz zu den Wohnungsunternehmen vor Ort stehen. Es ist lediglich ein weiterer Player – ein Player jedoch mit wesentlich erschwerten Bedingungen, wie z. B. europäischem Vergaberecht, so Peter Holle. Zudem sprechen wir über eine Vorlaufzeit von rund 4 Jahren und einer Anfangsinvestition in Höhe von fast 200 Millionen Euro mit einem jährlich prognostizierten Verlust von rund 1,3 Millionen Euro. Sollte sogar die von der SPD geforderte Durchmischung mit frei finanziertem Wohnungsbau bevorzugt werden, sind fast 800 Millionen Euro nötig. Dieses Risiko dem Steuerzahler der Stadt aufzubürden hält die CDU für schlicht undenkbar und fordert stattdessen im nächsten Haushalt ein Sondervermögen zu bilden, um Schulen und Kitas zu sanieren und neu zu bauen. Dieses ist die einzig richtige Investition in die Zukunft.
Die Aussage der Linken-Fraktion, dass es im Jahr 2020 keine geförderten Wohnungen mehr in Norderstedt gibt, ist schlicht Panikmache, so Holle weiter. Aus dem letzten Sozialbericht geht hervor, dass sich der Bestand um 680 Wohnungen reduzieren wird, sofern kein Neubau realisiert wird. Derzeit sind jedoch bereits 568 geförderte Wohnungen im Bau, bzw. in Planung. Selbstverständlich ist sich auch die CDU bewusst, dass wir weiter daran arbeiten müssen, kleine und bezahlbare Wohnung bereit zu stellen. Dabei können wir uns Anreize, wie z. B. Änderung der Geschoß- und Grundflächenzahl sowie Erleichterungen bei den Standards der Bebauung (Stichwort weniger Parkplätze, keine begrünten Dächer…) vorstellen. Auch sind wir bereit über eine moderate Erhöhung des prozentualen Anteils von derzeit 30 % zu diskutieren. Die richtige Durchmischung von frei finanziertem und gefördertem Wohnungsbau ist aber immer in den Vordergrund zu stellen, um nicht nachher soziale Brennpunkte zu fördern.

Für die CDU-Fraktion:
Peter Holle
CDU-Stadtvertreter

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