Diskussion über Cybercrime, Hacker und Datenschutz in Kaltenkirchen

Martin Eßmann (Ortsvorsitzender der CDU in Kaltenkirchen ), Ole-Christopher Plambeck MdL, Marit Hansen (Landesbeauftragte für Datenschutz) und Kaltenkirchens Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe.

Kaltenkirchen – Der Einladung des CDU-Landtagsabgeordneten Ole-Christopher Plambeck und der CDU Kaltenkirchen unter dem Titel „Cybercrime, Hacker, Datenschutz – Was ist zu tun?!“ folgten rund 40 Gäste in die Aula der Gemeinschaftsschule am Marschweg. In einem spannenden Vortrag berichtete die Landesbeauftragte für Datenschutz Marit Hansen, wie man sich in der digitalen Welt am besten schützen kann und welche besonderen Gefahren bestehen.

„Ich erlebe immer wieder, welche Unsicherheiten es bei dem Umgang mit Daten gibt. Sei es bei Betrieben, Vereinen oder auch als Privatperson“, so der Landtagsabgeordnete Ole-Christopher Plambeck über die Beweggründe, diese Veranstaltung zu organisieren. „Unser Leben, sei es bei der Arbeit oder Privat wird immer digitaler. Kaum noch jemand hat kein Smartphone in der Tasche und immer bei sich. Die Vorteile der Technik nutzen wir gerne und mögliche Folgen blenden wir gerne aus. Es geht darum, dass jeden bewusst wird, welche Spuren jeder im Netz, gewollt oder ungewollt, hinterlässt“, so Plambeck.

„Es gibt Fernsehgeräte, die im Hintergrund die Gespräche im Wohnzimmer analysieren, um so gezielt Werbung zu schalten oder Bewegungsabläufe werden über das Smartphones festgehalten“, berichtete Hansen in ihrem Vortrag. „Genauso wie im analogen Leben müssen wir im digitalen Leben unser Bewusstsein schärfen und darauf achten, ob man wirklich jeder Funktion einer App zustimmen sollte oder ob man auf diese Funktion verzichten könnte“, erklärte Marit Hansen. „Insbesondere sollte man regelmäßig die eigenen Passwörter ändern und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung anlegen, damit ist ein Hacking wesentlich erschwert“, so die Datenschutzbeauftragte. Zum Schluss forderte Marit Hansen die Gäste auf, ihr Recht auf das Vergessen im Internet einzufordern. Jede Organisation, die Daten gespeichert hat, darf das nur mit Einwilligung des Betroffenen machen und muss diese bei Aufforderung des Betroffenen auch wieder löschen.

„Ein spannender Vortrag der das Bewusstsein über die Gefahren im Netzt geschärft hat, aber auch Ängste genommen hat“, zieht Martin Eßmann, Ortsvorsitzender der CDU in Kaltenkirchen das Fazit für den Abend.

 

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