Gero Storjohann unterstützt denkmalgeschütztes Schalom in Norderstedt

(von lins): Vor der Baustelle: Anke Held (bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN), Gunnar Urbach (Fundraising) und Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer – alle drei vom Kirchenkreis, CDU-Bundestagsabgeordneter Gero Storjohann, Arne Mann (Stadtvertreter und CDU Norderstedt), Thorsten Borchers (CDU-Vorsitzender Norderstedt) und Pastor Ingmar Krüger, Kirchengemeinde Vicelin-Schalom.

Denkmalgeschütztes Schalom sucht Unterstützung
MdB Gero Storjohann besucht Baustelle in Norderstedt

Norderstedt. Bei einem Ortstermin am 11. Juli 2019 mit Gero Storjohann, CDU-Bundestagsabgeordneter für Segeberg und Stormarn-Nord – und damit auch für Norderstedt –, stellten Vertreter und Vertreterinnen der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Vicelin-Schalom und des Ev.-Luth. Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein Pläne für die Sanierung des Gemeindezentrums Schalom vor.

Propst Dr. Karl-Heinrich Melzer und Pastor Ingmar Krüger machten deutlich, warum das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Das 1974 gebaute Gemeindezentrum wurde als Kirche ohne Turm, Glocke und Altar, ohne Orgel und Kirchenbänke gebaut, dafür mit bequemen Sesseln und durch große Fenster von außen einsehbar – gedacht war es eher als Diskussionsforum denn als klassischer Kirchraum. Alles, was in der Gemeinde passierte, sollte unter ein Dach passen: kirchliche Verkündigung und Amtshandlungen, Seelsorge, Gemeindeleben, Jugendarbeit, Kinderbetreuung. Im Gegensatz zu anderen Kirchen in Norderstedt wurde das bewusst moderne, architektonisch an Industrie- und Verwaltungsbauten erinnernde, Schalom im neuen Zentrum Norderstedts neben das große Herold-Center gebaut. „Seine Errichtung an diesem zentralen Ort ist auch ein Ausdruck des kirchlichen wie gesamtgesellschaftlichen Wollens, die Entwicklung der Stadt Norderstedt, entstanden aus vier ehemaligen Dorfgemeinden, städtebaulich zu prägen,“ so Propst Melzer. Bau- und Gemeindekonzept entsprachen einander: Das Schalom wollte eine offene und sozial engagierte Gemeinde sein, hatte eine große offene Jugendarbeit, ein Jugendcafé, einen Kinderladen, engagierte sich für den Frieden und gegen Atomkraft, für und mit Migranten, und fragte nicht nach Kirchenzugehörigkeit.

Die Architektin Anke Held von bauwerk KIRCHLICHE IMMOBILIEN des Kirchenkreises stellte die jüngere Bau- und Sanierungsgeschichte des Schalom seit 2015 vor. Diverse Probleme, von Genehmigungsproblemen über Baukostensteigerung und Wasserschäden bis hin zur Frage, wie die Gesamtfinanzierung zu sichern sei, führten unter Einbeziehung der Bauexpertise des Kirchenkreises zur Beauftragung eines neuen Architekturbüros und zu einer Änderung des ursprünglichen Sanierungsplans der Kirchengemeinde. Gesichert und finanziert durch Kirchengemeinde und Kirchenkreis sind nun alle Baumaßnahmen, die das Gebäude außen betreffen: denkmalgerechte Instandsetzung, energetische Verbesserung, Dachabdichtung, Mauerwerkssanierung, Fenster, Entwässerung, Außenanlagen (3,3 Mio sind bereits verbaut, rund 1,2 Mio Euro kommen noch dazu).

Für den Innenausbau werden zusätzlich rund weitere 1,2 Mio Euro veranschlagt: Kirchsaal, Kapelle, Gemeinderäume, Räume für die Jugendhilfe, Wohnungen und Pastorat sowie Haustechnik-Räume und WCs müssen saniert oder erneuert werden. Diese Kosten sind bisher noch nicht gegenfinanziert.

Im Gespräch nach Rundgang und Baustellenbesichtigung sagte Gero Storjohann, er werde sich dafür einsetzen, dass das Schalom Fördermittel des Bundes bekomme, wenn das entsprechende Förderprogramm wieder aufgelegt werde. „Wie geholfen werden kann, werden wir bei einem Gespräch im Oktober besprechen. Dieses Zentrum hat von seinen Veranstaltungen her für Norderstedt und für die Gemeinde eine große Bedeutung.“ Infrage kommen Mittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Als weitere Finanzierungsmöglichkeit wies der Bundestagsabgeordnete auf die Förderung des Innenausbaus aus Mitteln der Städtebauförderung des Landes Schleswig-Holstein mit Bundesmitteln hin. Die Kirche als Forum und Begegnungsort hat auch Möglichkeiten durch die Städtebauförderung „Soziale Stadt“ oder „Stadtumbau West“ sowie das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ unterstützt zu werden.

 

 

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