CDU-Norderstedt: Menschenwürdige Pflegeversorgung gehört in den Fokus

vlnr.: Uwe Matthes, Thorsten Borchers und Frank Schulz.

Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen wird sich bundesweit in den nächsten 30 Jahren massiv auf voraussichtlich mehr als 5 Millionen erhöhen. Schon jetzt sind die Betreuungsplätze rar und Wartezeiten der Regelfall. Dabei fehlen nicht nur qualifizierte Pflegekräfte, sondern auch der Beruf der Pflegekraft ist offenbar noch nicht hinreichend attraktiv. Es ist eine Zukunftsaufgabe diesen Beruf durch qualifizierte Ausbildung, angemessene Bezahlung und Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten mehr in das öffentliche Bewußtsein zu rücken“, so der Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Thorsten Borchers.

In ihrem neuen Gesprächsformat „Tacheles“ hatten sich neben Borchers auch die CDU-Stadtvertreter Uwe Matthes, Arne Mann und Frank Schulz intensiv mit dem Thema Pflegeversorgung auseinandergesetzt.

Dabei stellte Frank Schulz die Funktionsweise des neuen „Pflege-TÜV“ dar, wodurch Pflegebedürftige und Angehörige aussagekräftige Heimbewertungen erhalten sollen. Die neue Bewertungsform ist jüngst vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) gestartet worden. Das bisherige Benotungssystem für Pflegeheime habe sich aufgrund der überwiegenden Spitzenbewertungen überholt, so Frank Schulz. Entscheidend ist nun, inwieweit es der einzelnen Pflegeeinrichtung gelingt, auf die Bedürfnisse der zu pflegenden Personen einzugehen. Dabei rücke das intensive Gespräch zwischen der bedürftigen Person, den Angehörigen und den Pflegefachkräften zur besseren Bedarfsermittlung in den Mittelpunkt.

Gunnar Löwe, Vorstand der Landesgruppe des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste (BPA), stellt die gesetzliche Regelung infrage, mindestens 50% examinierte Fachkräfte in den Pflegeheimen vorzuhalten. Hier müsse der Grad der Pflegebedürftigkeit über den Anteil der examinierten Kräfte entscheiden. Diese Entscheidung solle der jeweiligen Geschäftsführung der Pflegeeinrichtung überlassen bleiben. In Norderstedt herrsche ein intensiver Wettbewerb der Pflegeeinrichtungen untereinander um qualifiziertes Personal, führte Löwe aus.

Die CDU-Norderstedt hatte gleich zweimal zum „Tacheles“ eingeladen. In Garstedt diskutierten Mitglieder, Gäste und Bürger neben dem Pflegenotstand auch kontrovers über eine Direktwahl der Kanzlerkandidatin bzw. des Kanzlerkandidaten der Union – ein aktuelles Thema, welches auch auf dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig auf der Agenda stand. Am Freitag in Glashütte konnten sich die zahlreichen Gäste zudem über den Planungsstand des Schulneubaus „Campus Glashütte“ aus erster Hand von Kathrin Peters für die Gemeinschaftsschule Ossenmoorpark und Schulleiter Stephan Damp für das Lise-Meitner-Gymnasium informieren. Die CDU-Norderstedt wird die Veranstaltungsreihe „Tacheles“ fortsetzen, sichert der Ortsvorsitzende Thorsten Borchers zu

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