Katja Rathje-Hoffmann: Lückenlose Aufklärung gefordert

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Der Sozialausschussvorsitzende im Landtag, Werner Kalinka, MdL CDU, und die sozialpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Katja Rathje-Hoffmann, zeigten sich bestürzt über den Zwischenbericht zum derzeitigen Stand der im Auftrag des Sozialministeriums laufenden Aufarbeitung zu Medikamentenversuchen in schleswig-holsteinischen Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie Psychiatrien:

„Der Zwischenbericht löst bei allen Mitgliedern des Sozialausschusses große Betroffenheit aus“, so Kalinka. Konsequenzen seien nötig. Die gründliche Aufarbeitung der Medikamentenversuche an Menschen, die einwilligungsunfähig waren, würden konsequent eingefordert.

Katja Rathje-Hoffmann: „Erwachsene und Kinder wurden als Versuchskaninchen durch Pharmafirmen missbraucht. Üble Praktiken aus dem Dritten Reich aus Erforschung von Arzneien und Medikamenten waren bis etwa 1960 noch an der Tagesordnung.“ Bis 1976 habe es kein nach den heute üblichen Maßstäben entsprechendes Regelwerk zur Erprobung von Medikamenten und Arzneimitteln gegeben, so die Abgeordnete. Pharmafirmen müssten sich heute ihrer Verantwortung stellen und sich an der lückenlosen Aufklärung uneingeschränkt beteiligen.

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