Katja Rathje-Hoffmann: Familien entlasten ist der richtige Weg

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Mit voller Wucht und damit verbunden, mit vielen Schwierigkeiten und weitrechenden Folgen, hat uns die Corona-Pandemie erwischt und damit das private und öffentliche Leben in Deutschland und seinen Nachbarländern radikal verändert.

Dieses ist eine riesige Herausforderung und eine große Zumutung zugleich.

Von Jetzt auf gleich war nichts mehr so, wie es vorher war.

Schulen und Kitas – geschlossen.

Nur Kinder von Eltern, die in der kritischen Infrastruktur arbeiteten, wurden in den Einrichtungen oder Schulen notbetreut.

Alle übrigen, also zunächst die große Mehrheit – wurden Zuhause oder bei Verwandten oder irgendwie anders zumeist aber von den Müttern, betreut.

Die meisten haben es irgendwie geschafft, auch oftmals durch verständnisvolle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber.

Ihnen allen gebührt unser großer Dank für diese großartige und spontane Leistung und Organisationsbereitschaft.

Wir können und konnten gemeinsam Dinge bewältigen, von denen wir vorher nichts wussten.

SARS-CoV-2 hat uns schwer belastet und nicht nur die Wirtschaft, das Gesundheitssystem und die Bevölkerung. Die Belastungen gingen und gehen tief hinein auch in das soziale Miteinander.

Nun holen wir uns Stück für Stück das öffentliche und private Leben wieder zurück.

Der Landtag, die Landesregierung, die Bundesregierung und der Bundestag unterstützen gerade in dieser Lage kraftvoll die Familien in der Corona-Krise.

Diese weltweite Pandemie hat im besonderen Maß Auswirkungen auf Kinder, Jugendliche, Eltern, Großeltern/Senioren und ihre Familien. Mit dieser Wucht der Pandemie hat wohl keiner gerechnet. Deshalb wollen wir eigene Testungen vornehmen, um eigene Erkenntnisse zu SARS-CoV-2 zu gewinnen

Erfreulich ist, dass dieser abrupte Übergang von den allermeisten gut bewältigt worden ist oder bewältigt wird.

Hervorheben möchte ich die große Vernunft zur Akzeptanz, zur Rücksichtnahme und zur Einsatzbereitschaft, die Auswirkungen auf die Gesellschaft mitzutragen und zu ertragen.

Hierbei unterstützen wir die Bertoffenen, den Folgen von Corona zu begegnen, um zukunftsfähig zu bleiben oder wieder zu werden.

Im Falle einer zweiten Welle brauchen wir zeitnah eine Strategie, um auch dafür gut vorbereitet zu sein.

Die Konjunktur hat eindeutig schwer gelitten, Arbeitsplätze sind von jetzt auf gleich weggefallen und die Kurzarbeit ist das aktuelle Mittel der Wahl, um Arbeitsplätze zu sichern und damit soziale Härten zu verhindern.

Hier bei uns in Schleswig-Holstein haben wir eine Mrd. Euro für zusätzliche Corona-Hilfen zur Verfügung gestellt.

Wir haben dafür gesorgt, dass Eltern während der Corona-Krise keine Beiträge mehr für die Kitas und die Grundschulbetreuungsangebote zu zahlen haben. (100 Mio. Euro)

Und wir freuen uns auch, dass alle Familien zusätzlich pro Kind einen Kinderbonus von 300,- Euro von Staat erhalten. Das ist Soforthilfe, die ankommt.

Im Zukunftspaket der Bundesregierung befinden sich zahlreiche weitere gute Möglichkeiten:

  • Absenkung der Mehrwertsteuer
  • Überbrückungshilfen
  • Vereinfachter Zugang zur Grundsicherung bis 30. September

Zusätzlich werden der Kapazitätsausbau und der Um-, An-, Neubau von Ganztagsbetreuung in der Kita und der Schule beschleunigt.

Ganz besonders hervorzuheben ist die Anhebung des Entlastungsbeitrages für Alleinerziehende um mehr als das Doppelte von 1.908,- auf 4.000,- Euro für die Jahre 2020 und 2021.

Erwähnen möchte ich auch die Initiative für die Angebote bei den Lehrberufen. KMUs werden mit lukrativen Prämien belohnt, bei denen die Ausbildungsplatzkapazitäten gleichbleiben, mit einmalig 2.000 Euro und besonders die, die sie auch noch erhöhen mit 3.000 Euro Prämie.

Wir regen zudem auf Bundesebene die Anpassung der Teilzeitgesetzes an.

Damit Eltern während der Dauer der Corona-bedingten Maßnahmen leichter in Teilzeit arbeiten und anschließend wieder auf ihre vorherige Arbeitszeit zurückkehren können.

Außerdem möchten wir auf Bundesebene anregen, dass gerade jetzt in Pandemie-Zeiten und einem sensibleren Umgang mit Erkältungskrankheiten, die pro Kind vorgesehenen Kinderkrankentage erhöht werden. Bislang betragen sie pro Kind und Elternteil 10 Tage und bei Alleinerziehenden 20 Tage.

Zum Schluss möchte ich die Erweiterung des Kinderzuschlages für Geringverdienende lobend erwähnen und für die Inanspruchnahme werben.

Denn es gibt weitaus mehr Berechtigte als Antragstellende.

Und wir regen weiterhin an, die zugrundeliegenden Erhebungen zur Grundsicherung zu überprüfen und ggfs. Anzupassen.

Meine Damen und Herren, gemeinsam und mit vereinten Kräften meistern wir die Corona-Krise.

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