CDU trauert um Jürgen Benthack

Nachruf Hamburger Abendblatt / Norderstedter Zeitung vom 9. Dezember 2020

Norderstedt Er hat Norderstedt mit aus der Taufe gehoben und die junge Stadt maßgeblich mit entwickelt: Jetzt ist Jürgen Benthack, der vor 60 Jahren sein Haus in Harksheide bezog, im Alter von 86 Jahren gestorben.

Schon Jahre, bevor Norderstedt am 1. Januar 1970 das Licht der Welt erblickte, war der Einzelhandelskaufmann an den Vorbereitungen für die Stadtgründung beteiligt. Der CDU-Mann hielt es für richtig, aus den vier Ursprungsgemeinden Garstedt, Glashütte, Fried­richsgabe und Harksheide ein politisches Gemeinwesen zu machen und verfolgte dieses Zeil mit der ihm eigenen Beharrlichkeit.

Seine politische Karriere startete der mehrfache Vater und Großvater als Gemeindevertreter in Harksheide. Und der gebürtige Hamburger blieb am Ball, wurde Vorsitzender des Finanzausschusses und leitete von 1976 bis 1985 als Bürgervorsteher die Sitzungen der Stadtvertreter. Politische Scheuklappen waren dem Schuhhändler fremd, ihm ging es um die Sache. Ein Beispiel: Als es darum ging, im Rathausneubau an der Rathausallee auch Sitzungsräume für die Fraktionen einzuplanen, stimmte Jürgen Benthack kurzerhand mit der SPD und sorgte damit für die entscheidende Ein-Stimmen-Mehrheit. Seine Partei verzieh ihm und sah schließlich die Richtigkeit der Entscheidung ein.

Mit Jürgen Benthack verliert Norderstedt einen Mann der ersten Stunde und einen kundigen Zeugen der Stadtgeschichte. ms

 

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