RTL/ntv-Trendbarometer – CDU baut Vorsprung aus.

RTL/ntv-Trendbarometer . CDU baut Vorsprung aus.

Die Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden hat bei der Union – anders als von den Merz-Anhängern unter den Partei-Funktionären gemutmaßt – zu keinem Schwund in der Wählergunst geführt. Im Gegenteil: Da jetzt zwei in der für die Wahlchancen der Union wichtigen politischen und gesellschaftlichen Mitte akzeptierte Aspiranten auf die Kanzlerkandidatur vorhanden sind, sind die Sympathiewerte für CDU und CSU wie auch die Präferenzwerte der beiden potentiellen Kanzleraspiranten und die Werte bei der Einschätzung der politischen Kompetenz der Parteien nach dem CDU-Parteitag sogar noch leicht gestiegen. Die Union könnte somit ihre gute Ausgangslage zu Beginn dieses Wahljahres in Stimmen am Wahltag umsetzen, wenn sie auf dem Erbe von Angela Merkel aufbauend deren Mitte-Kurs konsequent fortsetzt und sich nicht nach „rechts“ bewegt.FORSA-AKTUELL: CDU/CSU gewinnt nach Laschet-Wahl 2 Prozentpunkte – Söder und Laschet bei der Kanzlerpräferenz vor Scholz und HabeckRTL/ntv-TrendbarometerCDU/CSU 37, Grüne 18, SPD 15, Linke 7, FDP 7 und AfD 9 ProzentNach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden gewinnen die Unionsparteien an Zuspruch: Im RTL/ntv-Trendbarometer steigt der Wert der CDU/CSU gegenüber der ersten Umfrage unmittelbar nach dem Sieg Laschets über Friedrich Merz und Norbert Röttgen um 2 Prozentpunkte auf jetzt 37 Prozent. Grüne und Linke verlieren je einen Prozentpunkt, bei den übrigen Parteien ändert sich nichts.

Wenn jetzt bereits der neue Bundestag gewählt würde, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 37 Prozent (Bundestagswahl 32,9%), Grüne 18 Prozent (8,9%), SPD 15 Prozent (20,5%), Linke 7 Prozent (9,2%), AfD 9 Prozent (12,6%) und FDP 7 Prozent (10,7%). 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2%). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 23 Prozent in etwa der Zahl der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8%).

10,5 Millionen mehr Wählerstimmen für die CDU/CSU als für die SPD

Die Unionsparteien könnten derzeit bei einer Bundestagswahl mit fast 18 Millionen Stimmen rechnen. Das sind doppelt so viele Stimmen wie für die Grünen (8,7 Mio.) und über zehn Millionen mehr Stimmen als für die SPD (7,4 Mio.). Für die Linke, die FDP und die sonstigen kleineren Parteien würden jeweils 3,1 Millionen Wahlberechtigte votieren, für die AfD 4,3 Millionen. Rund 14,3 Millionen Wahlberechtigte wollen sich derzeit nicht an einer Bundestagswahl beteiligen. Nur die Union wäre somit derzeit zahlenmäßig stärker als die „Partei der Nichtwähler“.

Entsprechend den jetzigen Wahlabsichten säßen im neuen Parlament aufgrund der kompliziert zu berechnenden Überhang- und Ausgleichsmandate 721 Bundestagsabgeordnete. Die Mandate würden sich auf die Parteien wie folgt verteilen: CDU/CSU 289, Grüne 139, SPD 116, Linke 54, FDP 54 und AfD 69. Die „Kanzlermehrheit“ läge bei 361 Mandaten. Die Union könnte demnach sowohl mit den Grünen (zusammen 428 Mandate) als auch mit der SPD (zusammen 405 Mandate) eine Regierungs-Koalition bilden. Für Schwarz-Gelb allerdings, eine Koalition mit der FDP, würde es für die Union nicht reichen (zusammen 343 Mandate). Auch das „linke“ Bündnis aus Grünen, SPD und Linken wäre mit zusammen 309 Mandaten nicht regierungsfähig.

Söder und Laschet gewinnen je 3 Prozentpunkte und liegen vor Scholz und Habeck

Wer soll Nachfolger von Angela Merkel im Bundeskanzleramt werden? Wenn die Bundesbürger ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden beide denkbaren Unions-Kandidaten vor den Konkurrenten der Grünen und der SPD liegen. Armin Laschet und Markus Söder würden momentan sogar gegenüber den letzten Umfragen jeweils 3 Prozentpunkte gewinnen. Allerdings hat Söder im RTL/ntv-Trendbarometer einen Vorsprung von 9 Prozentpunkten vor seinem Konkurrenten Laschet.

Wenn die Union sich für Söder als Kanzlerkandidat entscheiden würde, könnte er derzeit mit 37 Prozent der Stimmen rechnen (gegenüber 34 Prozent in der Woche vom 11. bis 15. Januar). Unverändert 18 Prozent würden sich für den Grünen-Chef Robert Habeck entscheiden, 15 Prozent für den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz (minus 1 Prozentpunkt). Wäre Laschet der Kanzlerkandidat der Union, könnte er mit 28 Prozent der Stimmen rechnen – am Wochenende unmittelbar nach seiner Wahl (16. und 17. Januar) kam er auf 25 Prozent. Scholz käme gegen Laschet auf 17, Habeck auf 19 Prozent.

42 Prozent trauen der Union, 5 Prozent der SPD politische Kompetenz zu

Nach der Wahl von Armin Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden trauen achtmal mehr Wahlberechtigte (42 %) der Union als der SPD (5 %) zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig werden zu können. Den Grünen trauen das 4, einer der sonstigen Parteien 5 Prozent zu. 44 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu.

Die Meldungen sind mit der Quellenangabe RTL/ntv-Trendbarometer frei zur Veröffentlichung.

Die aktuellen Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 18. bis 25. Januar 2021 erhoben. Datenbasis: 3.005 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/–2,5 Prozentpunkte.

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