Ole-Christopher Plambeck: Das Land ist leistungsfähig

Ole-Christopher Plambeck MdL

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Der Lockdown letztes Jahr im März hat zu einer digitalen Dynamik im Land geführt, die ich nie gedacht hätte.

Worum geht’s? Die zentrale IT-Infrastruktur betreibt über 22.000 Arbeitsplätze. Das Landesnetz hat über 2.000 Standorte angeschlossen und wird über Dataport mit einem der sichersten Rechenzentren in Europa betrieben.

Das ist unter normalen Umständen schon eine Leistung. Während des ersten Lockdowns wurde die Homeoffice-Möglichkeit vervielfacht. Es mussten mehrere tausend Endgeräte beschafft und betriebsbereit gemacht werden.

Über Open-Source-Konzepte wurden Videolösungen für 120.000 zeitgleiche Nutzungen ermöglicht. Und das alles in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit. Und wenn man trotz der verheerenden Wirkung und den noch nicht absehbaren zukünftigen Einflüssen der Pandemie einen positiven Effekt nennen will, dann ist das der Katalysator der Digitalisierung. Was seit März letzten Jahres umgesetzt wurde ist einfach enorm. Dies betrifft sämtliche Ebenen und Bedarfe. Dafür möchte ich eine große Anerkennung an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die all dies vor Ort umgesetzt haben, aussprechen. Danke.

Besonders im Fokus sind, wie bereits ausführlich besprochen, die Schulen. Bei aller Kritik, die man so hört, möchte ich einmal klarstellen, dass die Umstellung auf voll digitalen Unterricht bei fahrendem Betrieb eine enorme Herausforderung darstellt, die bisher unter diesen wirklich einzigartigen Umständen ordentlich gemeistert wurde.

Allen Schulen im Land ist die Möglichkeit zur Verfügung gestellt worden über Videokonferenzen Unterricht anzubieten. Die Lehrkräfte wurden und werden sukzessiv mit dienstlichen Laptops ausgestattet und an das Landesnetz angeschlossen. In wahnsinniger Geschwindigkeit wurde die Unterrichtsplattform sh.itslearning eingeführt. Natürlich ruckelt es mal und ja, es fällt auch mal das System aus. Aber das passiert auch dem besten IT-Unternehmen, auch außerhalb einer Krise. Trotzdem ist der Anspruch, immer besser zu werden, und dies wird auch gelingen, da bin ich mir sicher. Knapp 75% aller Schulstandorte sind per Glasfaser an das Landesnetz angeschlossen. Bis Ende dieses Jahres sollten nahezu alle Schulen angeschlossen sein. Aber klar ist auch, dass wir grundsätzlich weiter an dem Breitband- und Mobilfunknetz im Land arbeiten müssen.

Auch wenn wir im Bundesvergleich sehr gut darstehen, darf uns das nicht zufrieden stellen. Gerade diese Krise hat gezeigt, dass Glasfaser und Mobilfunk bis zur letzten Milchkanne ein Ziele sind, die wir weiter konsequent verfolgen müssen und auch erreichen werden.

Ich bedanke mich bei der Landesregierung für diese enorme Leistung während der Pandemie. Denn, während das große Schiff Schleswig-Holstein volle Fahrt vorausfährt, leistet diese den Kraftakt, neben der Bewältigung der Krise die komplexe Umstellung der Digitalisierung zu realisieren.

Das ist wirklich klasse.

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