Grüne und CDU beantragen Nothilfefonds für Kulturschaffende im Kreisgebiet

Kreis Segeberg. Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und CDU wollen die wirtschaftliche Notlage für Kulturschaffende abmildern. Die Fraktionen sehen ihren Antrag als sinnvolle Ergänzung zur bereits angelaufenen Hilfe von gastronomischen Treffpunkten mit Musik und/oder kulturellen Veranstaltungen.

Für den Nothilfefonds sollen Mittel in Höhe von 500.000 EUR bereitgestellt werden.

Bereits am 9. März 2021 soll im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport (BKS) der Antrag besprochen werden und nach einer Empfehlung durch den Hauptausschuss im Kreistag beschlossen werden.

Ziel dieses Nothilfefonds ist es, die Folgen der COVID-19-Pandemie bzw. durch sie hervorgerufene wirtschaftliche Notlagen für Kulturschaffende abzumildern. Es soll damit verhindert werden, dass die durch den Ausfall einer großen Zahl von kulturellen Veranstaltungen bedingte langfristige finanzielle Notlage von Kulturschaffenden zu einer Aufgabe der kulturellen Tätigkeit führen könnte und dadurch die Qualität und Diversität der Kulturlandschaft des Kreises dauerhaften Schaden nehmen würde.

Die Antragsteller*innen Dr. Christine Künzel (Fraktion Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Mann (CDU-Fraktion) in ihrer Begründung: Zwar sind inzwischen einige Förder- und Hilfsprogramme für Kulturschaffende auf Bundes- und Landesebene eingerichtet worden, doch fallen viele Kulturschaffende durch die Raster der Förderkriterien – darauf haben zahlreiche Auf- und Hilferufe von Kulturschaffenden in der letzten Zeit aufmerksam gemacht. Zum Teil wurde hier auch nachgebessert.  Jedoch sind die Schwellen der Programme des Bundes für Soloselbständige, Freiberufliche und unständig Beschäftigte oft zu hoch, die Antragsmodalitäten zu kompliziert und der Bearbeitungsprozess zu langwierig. Ein Hilfsfonds auf Kreisebene stellt ein geeignetes Förderinstrument dar, um den Kulturschaffenden im Kreis Segeberg kurzfristig und unbürokratisch zu helfen und ihnen auf diese Weise zugleich ein Zeichen der Wertschätzung ihrer Arbeit für die Kultur im Kreis Segeberg zu vermitteln.

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