Katja Rathje-Hoffmann:  Gemeinsam schaffen wir diese Herausforderung!

Katja Rathje-Hoffmann:  Gemeinsam schaffen wir diese Herausforderung!

Katja Rathje-Hoffmann MdL

Zuallererst möchten wir uns bei allen Schleswig-Holsteinerinnen und SchleswigHolsteinern bedanken, dass sie so diszipliniert sind und mit ihrem Verhalten zu einer
überwiegend positiven Entwicklung der Inzidenzwerte in unserem Land beitragen. Es
ist eine sehr große Einschränkung, die persönlichen Kontakte auf ein Minimum
einzuschränken. Doch wir sehen, dass es wirklich wirkt. Die Infektionszahlen sind der
Beweis dafür.

Die Corona-Pandemie verlangt uns Ungeahntes ab.

Home-Office neben Home-Schooling, Kurzarbeit, Betretungsverbote in der Kita und in
der Schule, geschlossene Geschäfte, Menschen, die nicht arbeiten dürfen und
diverse Freizeit- und Kultureinrichtungen, die geschlossen sind. Hinzu kommen in
Flensburg nächtliche Ausgangssperren und noch strengere Kontaktbeschränkungen.
Maßnahmen, die wir lange versucht haben, bloß nicht einsetzen zu müssen.
Besonders erwähnen möchte ich alte und kranke Menschen, die seit Monaten
vergeblich auf Besuch warten müssen, weil die Besuchsmöglichkeiten begrenzt und
eingeschränkt sind.

Das alles akzeptieren wir, weil das alles unserer Sicherheit dient.

Es ist richtig, dass wir alle vorsichtig und umsichtig sein müssen, aber trotzdem ist es
richtig, dass wir uns auch Gedanken machen müssen, wie wir Schritt für Schritt
unsere gemeinsame Rückkehr in die Normalität organisieren wollen und müssen. Der
Weg in die ersehnte Normalität führt über das Impfen der Bevölkerung, das ja Ende
Dezember in 15 der 29 Impfzentren begann.

Eine gute und ersehnte Neuigkeit ist, dass zum 1. März weitere Impfstofflieferungen
durch den Bund angekündigt worden sind. Was dazu führen wird, dass nun alle 29
Impfzentren ihre Arbeit aufnehmen können. Und wo es notwendig ist, sollen
Seniorinnen und Senioren bei der Anreise zum örtlichen Impfzentrum unterstützt
werden. Hier spielen familiäre, nachbarschaftliche und ehrenamtliche Hilfen sowie die
Unterstützung von Hilfsorganisationen und weitere lokale und auf der Kreisebene angesiedelte Unterstützungsmaßnahmen eine große Rolle.

Einige Kreise und Kommunen, wie z.B. Nordfriesland, Pinneberg oder Eckernförde
übernehmen teilweise oder komplett die Anreisekosten per Taxibeförderung zum
Impfzentrum.

Zudem haben auf der Bundesebene die Kassenverbände und der GKVSpitzenverband bekanntgegeben, unter bestimmten Umständen eine Kostentragung
zum nächsten Impfzentrum zu übernehmen, falls eine Impfung durch ein mobiles
Impfteam nicht sichergestellt ist. Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt
muss zuvor eine Taxifahrt zum Impfzentrum verordnen.

Neben diesen geschilderten Möglichkeiten loben und bedanken wir uns für das hohe
nachbarschaftliche Engagement der Familien, und der weiteren freiwilligen
Helferinnen und Helfern. Wir appellieren an sie, sich auch weiterhin zu engagieren.
Gemeinsam schaffen wir diese Herausforderung. Eine unentbehrliche Säule im
Kampf gegen das Corona-Virus ist eine abgestimmte und wirkungsvolle Teststrategie
und das konsequente Einhalten der üblichen Abstands- und Hygienemaßnahmen.
Mit Beginn der Öffnung der Kitas und der Grundschulen ist es lobenswert, dass der
bisherige Schnupfenplan angepasst worden ist. Im Rahmen der Corona-TestStrategie werden nun alle in den Einrichtungen tätigen Personen wie: Lehrerinnen und Lehrer,
Erzieherinnen und Erzieher, Hausmeisterinnen und Hausmeister, Schulbegleitungen
und Schulsozialarbeitende und natürlich auch die Beschäftigten in der Verwaltung der
Schulen und Kitas getestet. Sie alle erhalten zwei Mal pro Woche ein Testangebot.
Dies gilt selbstverständlich auch für Kindertagespflegepersonen. Durch die
regelmäßigen Testungen kann der Gesundheitsschutz der Beschäftigten vor dem
Corona-Virus erhöht werden, was dazu beiträgt, die Corona-Inzidenz weiter
abzusenken.

Besondere Anerkennung verdienen die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer und
Soldatinnen und Soldaten, die nach einer Schulung die Testungen in den Alten- und
Pflegeheimen durchführen. Der Einsatz und das Engagement sind vorbildlich bei uns
in Schleswig-Holstein, daher bitten wir um die Zustimmung zu unseren
Alternativanträgen.

Den Antrag der AfD werden wir ablehnen. Herzlichen Dank!

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