SPD und AfD in Norderstedt gegen kostenlose Schnelltests

Norderstedt. In der Stadtvertretung am 02. März gesellte sich die SPD zum großen Erstaunen aller zur AfD.

Anlass war ein Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion, kostenlose Selbsttests an alle Betriebe und Einrichtungen mit Kundenverkehr, welche nach aktueller Landesverordnung öffnen dürfen, zu verteilen. Teil zwei des Antrages sah vor, dass Norderstedt ein Schnelltestzentrum nach dem Modell von Böblingen vorhalten sollte. Dieses sollte für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen und zusätzlich allen Anspruchsberechtigten nach §4 der Corona-TestV und allen Beschäftigten von Schulen und KiTas 1x wöchentlich einen gratis Schnelltest ermöglichen.

Die SPD und die FWuD entschieden sich der AfD zu folgen und den Antrag abzulehnen.

„Vor dem Hintergrund, dass Fachexperten einhellig dazu raten, Öffnungen nur kontrolliert und mit flankierenden Vorsichtsmaßnahmen durchzuführen, ist die ablehnende Haltung der SPD umso verwunderlicher“, so Peter Holle, Fraktionsvorsitzender der CDU. Bereits am Vortag stieß die Oberbürgermeisterin der SPD in das gleiche Horn und verkündete, dass Norderstedt kein Testzentrum benötige.

„Andere Städte und Landkreise machen es vor“, so Holle. Sie bereiten sich vor und haben weitgehend die Kontrolle über die Pandemie behalten.

Während der Kreis Segeberg unter Landrat Schröder schon lange die Kontaktverfolgung aufgegeben hat, bis vor Kurzem noch ein Impfzentrum in Norderstedt für entbehrlich hielt und über die Zahlen der Stadt keinerlei Auskunft gibt, stehen bei den Städten und Kreisen mit einem niedrigen Inzidenzwert Informationspolitik und Testen an erster Stelle.

Die CDU-Fraktion Norderstedt sieht es als ihre Pflicht an, den Bürgerinnen und Bürgern ihrer Stadt bestmöglichen Schutz zu bieten, fand dafür aber leider nicht die notwendige Mehrheit.

 

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