Katja Rathje-Hoffmann: Der Equal Pay Day ist nun früher als letztes Jahr

Katja Rathje-Hoffmann: Der Equal Pay Day ist nun früher als letztes Jahr – immerhin ein kleiner Erfolg.

Katja Rathje-Hoffmann, Sprecherin für Frauen und Gleichstellung in der CDU-Landtagsfraktion, äußerte sich zum morgigen Equal Pay Day:

„Der Tag zeigt symbolisch auf, wie groß der Unterschied der Löhne zwischen Mann und Frau ist. Der Berechnung liegt die Überlegung zu Grunde, dass Frauen bis zum 10. März des Folgejahres arbeiten müssen, um das gleiche zu verdienen, was ein Mann bis zum 31. Dezember jährlich erhält.

Der Gender Pay Gap liegt in Deutschland bei 19 Prozent – der Durchschnitt in der EU bei 15. Ob 15 oder 19 Prozent – das ist immer noch zu viel. Mit der Rente wächst die Lohnlücke zwischen Mann und Frau sogar noch auf 53 %.

Noch immer gibt es typische Frauen- und Männerberufe, z.B. im Bereich der Pflege- und Sorgearbeit. Gerade in Zeiten wie Corona wird sich die Gesellschaft der großen Aufgabe und Bedeutung dieser Bereiche bewusst. Trotzdem ist die entsprechende Entlohnung in dieser Branche, in der überwiegend Frauen arbeiten, immer noch nicht angemessen – trotz hoher körperlicher und seelischer Belastungen. Hier muss am Berufsbild gearbeitet werden – und es muss jedem klar sein, dass auch die Pflege- und Sorgearbeit mehr Wertschätzung, auch monetär, verdient. Dem gegenüber müssen die „typischen“ Männerberufe für Frauen geöffnet werden. Dazu gibt es unterstützende Förderprogramme.

Aber bereits in der Erziehung muss den Kindern egal welchen Geschlechts vermittelt werden, dass ihnen frei von veralteten Rollenbildern völlig selbstverständlich alle Berufe und Positionen offen stehen und deren Ausübung sich mit der Gründung einer Familie vereinbaren lässt.“

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