Ole Plambeck besucht landwirtschaftlichen Betrieb von Harm Freese

(vlnr) Kurt Barkowsky, Ole Plambeck MdL, Harm Freese und Thomas Volkland beim Betriebsrundgang.

Kaltenkirchen – Der CDU-Landtagsabgeordnete Ole Plambeck informierte sich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Harm Freese über die Anforderungen und modernen Lösungen für den Betrieb in der Hamburger Metropolregion. Begleitet wurde der Finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Kaltenkirchens CDU-Fraktionsvorsitzendem Kurt Barkowsky und dem CDU-Ortsvorsitzenden Thomas Volkland.

Durch die vermehrte Bautätigkeit im Umfeld gibt es aktuell weniger Möglichkeit für den letzten landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb in Kaltenkirchen, Ackerflächen anzupachten. Daher hat sich der Harm nicht nur als Landwirt, sondern auch als Energiewirt am Stadtrand weiterentwickelt.

„Nach dem russischen Überfall auf die Ukraine, die als Kornkammer Europas bekannt ist, werden sich die Bedeutung und die Herausforderungen für die Landwirtschaft in Deutschland verändern,“ sind sich die 3 Politiker und Harm Freese beim Betriebsrundgang einig.

Der landwirtschaftliche Betrieb am Hohenmoor betreibt Ackerbau, Schweinemast und Biogas. Die Betriebszweige sind in ihrer Größe so abgestimmt, dass möglichst nachhaltig gearbeitet werden kann, dies aber in konventioneller Weise.

Harm Freese produziert im Familienbetrieb das Futter für die Schweine, die nach Standards der Initiative Tierwohl gehalten werden, größtenteils selbst. So werden Transportwege minimiert und es müssen weniger Futtermittel aus Übersee eingesetzt werden.

Die Schweinegülle wird in der Biogasanlage vergoren. Zusätzlich werden hier Mais- und Grassilagen eingesetzt, die in der Regel ebenfalls nur auf eigenen Flächen angebaut werden. Aus dem Biogas wird Strom erzeugt und es fällt Abwärme an. Diese Abwärme wird genutzt, um Haus und Hof sowie eine Grundschule umweltfreundliche zu beheizen. Die Schweine genießen so den Komfort einer Fußbodenheizung, auf einer festen Liegefläche.

Aus der Biogasanlage entsteht auch ein Mehrnährstoffdünger: Der Gärrest. Dieser wird auf die Felder ausgebracht und es muss weniger Mineraldünger eingesetzt werden. Vor der Düngung wird der Boden auf Nährstoffgehalt geprüft und eine Bedarfsanalyse der Pflanzen durchgeführt, sodass nur so viel gedüngt wird, wie die Pflanzen es brauchen.

Auf drei Feldern wird langjährig Naturschutz betriebe und die Bewirtschaftung der Wiesen erfolgt ohne Dünge- und Pflanzenschutzmittel. Ein Blühprojekt ist in Planung.

„An diesem Betrieb sieht man, wie wichtig die Landwirtschaft für unsere Gesellschaft ist. Der Betrieb produziert hochwertige Lebensmittel mit Schweinefleisch und Getreide, versorgt uns mit Energie, was in der heutigen Zeit besonders wichtig ist und pflegt unsere Kulturlandschaft und sorgt mit den Blühfläche für Artenvielfalt“, zieht Plambeck als Fazit zum Betriebsbesuch.

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