CDU-Bad Bramstedt – Keine Zustimmung zum Fass ohne Boden

von
Stefan Brumm
sbrumm@web.de

CDU-Bad Bramstedt – Keine Zustimmung zum Fass ohne Boden

Bad Bramstedt – Zustimmung zum JUZ-Café scheitert an erst in Sitzung vorgelegten erschreckenden Informationen, keine Zustimmung zum „Fass ohne Boden“

Die CDU Bad Bramstedt musste heute erleben, wie die auch von ihr beim letzten Haushalt mitgetragene Realisierung eines JUZ-Anbaus und Bau eines Jugendcafés zunächst scheiterte.

Leider wurde heute erst in der Sitzung anstatt schon bei passender Gelegenheit letzten Dienstag im Finanzausschuss von der Architektin die ganze Dramatik des Projekts eindrucksvoll dargestellt. Danach ist die Bausubstanz noch maroder als gedacht und es fehlt auch Stand heute eine wirkliche Aussage,  „was die Stadt damit eigentlich will“. Andererseits sollten dann heute von den gewählten Stadtverordneten aller Fraktionen zusätzliche Mittel in Höhe von 145 Tausend Euro freigegeben werden und die Architektin berichtet, dass es noch diverse ungeklärte Punkte und immense Kostenrisiken gibt.

Die CDU bedauert diese späte Informationsbereitstellung sehr, denn diese Informationen hätte man vor der Sitzung bekommen müssen. Nun entstand der Eindruck, dass man einem „Faß ohne Boden“ zustimmen sollte ohne dies noch in der Fraktion, auch hinsichtlich Sicherung von Fördergeldern, demokratisch beraten zu können. Nachdem dann auch die Architektin immer mehr offene Fragen in den Raum gestellt hat, konnte es ein Ja der CDU bei der Abstimmung nicht mehr geben, so wie auch insgesamt die Mehrheit der Stadtverordneten heute mit Nein abgestimmt hat.

Die CDU schlug deshalb vor zu prüfen, ob nicht nur die Gebäudehülle stehen bleiben kann und innerhalb ein energetisch optimiertes JUZ realisiert werden kann. Diese Option muss für eine Entscheidung auch geprüft sein.

Die CDU verurteilt deutlich die von der Bürgermeisterin nach Vorliegen des negativen Abstimmungsergebnisses gemachte Ankündigung, nun sofort das JUZ zu schließen und die Mitarbeiter zu entlassen. Dies ist aus ihrer Sicht eine völlig unpassende Kurzschlusshandlung. Diese weder im Sinne der Stadt, noch der Jugendlichen und erst recht nicht der Mitarbeiter.

Die CDU sagt hierzu ganz klar: Wir möchten weiterhin ein Jugendzentrum haben. Ein negatives heutiges Votum auf Basis erschreckender Erkenntnisse zu den erforderlichen Kosten bedeutet nicht das jetzige JUZ zu schließen, da gibt es keinen Zusammenhang. Wenn das JUZ andererseits geschlossen werden muss, weil es aktuelle Sicherheitsrisiken gibt, dann ist dies eine ganz andere Angelegenheit.

Die CDU erneuert ihren Vorschlag anstatt in der maroden Substanz Sanierungsversuche zu unternehmen einen quasi Neubau zu realisieren, auch wenn dies jetzt mehr kostet. Dies sollte jetzt zügig geprüft werden. Erst dann kann man notfalls auch nochmal diskutieren, welche Optionen im jetzigen JUZ-Gebäude zu realisieren sind. Und notfalls müssen kreative Übergangslösungen gefunden werden. Hierzu verweist die CDU auf aktuell leerstehende Geschäftsflächen auch im Innenstadtbereich.

Die CDU setzt sich weiterhin dafür ein den Jugendlichen mit einem JUZ einen Anlaufpunkt bereit zu stellen. Wünschenswert ist es dann, kein Flickwerk zu machen, sondern nachhaltige Lösungen zu schaffen. Dafür stehen wir zur Verfügung, auch was die finanziellen Mittel erfordert!

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