Krieg in Europa – Tacheles bei der CDU Norderstedt

(vlnr.) Uwe Matthes, Doris Vorpahl, Kathrin Oehme, Niclas Herbst (MdEP), Manfred Ritzek, Ursula Wedell und Susanne Rummel.

Nach längerer Pause hat der CDU Ortsverband wieder sein bewährtes Gesprächsformat „Tacheles“ gestartet. Zum aktuellen Thema „Krieg um die Freiheit – Wie geht es weiter, Europa?“ hatte der Vorsitzende Thorsten Borchers den Europaabgeordneten Niclas Herbst (CDU) eingeladen.

Der stellvertretende Ortsvorsitzende Uwe Matthes, der den erkrankten Borchers vertrat,begrüßte gut 20 Gäste im KiMs, darunter Norderstedts Stadtpräsidentin Kathrin Oehme,die Vorsitzende des Sozialwerks Norderstedt e.V. Doris Vorpahl, die Vorsitzende der Senioren-Union, Susanne Rummel, die stellvertretende CDA-Kreisvorsitzende Ursula Wedell und den ehemaligen Landtagsabgeordneten Manfred Ritzek.

In seinem Impulsreferat spannte Herbst den Bogen von den finanziellen Herausforderungen für unser Land über militärische Hilfen bis zur Zusammenarbeit in Europa.  „All dies ist jetzt mehr gefragt denn je“, so Herbst. Putin hat Schwächen in Europa erkannt und gehofft, diese ausnutzen zu können. Damit hat er sich jedoch verkalkuliert. Der Zusammenhalt ist stärker geworden in den letzten Wochen, vielleicht so stark wie nie seit Gründung der EU.

Der Referent bemängelte die fehlende Führungsstärke Deutschlands, die sowohl im Land als auch von allen Mitgliedsstaaten erwartet wird.

Zu den Fragen Energielieferungen und Getreideknappheit warnte Herbst vor Panikmache,Deutschland droht aus dieser Richtung keine Gefahr. „Aber Länder im Nahen Osten und in Afrika werden vor noch größere Schwierigkeiten gestellt werden, als es jetzt schon gibt.“

Herbst sprach die per Video nach Brüssel übertragene Rede des ukrainischen PräsidentenSelenskyj an, die alle Abgeordneten sehr bewegt hat. Anders als im Bundestag folgte im europäischen Parlament eine beeindruckende Debatte dazu.

Zum Abschluss betonte der Referent noch einmal den guten Zusammenhalt von EU und Nato, der durch die Ereignisse der letzten Wochen gestärkt wurde.

Nach den engagierten Worten von Herbst stellten die Gäste viele Fragen, aus denen sich eine gewisse Angst und Unsicherheit ergab, so zu den Themen Atomkraft und atomare Waffen, Aufrüstung und Ausstattung bei der Bundeswehr. Auch das Thema Energiewende bekommt nach Ansicht der Teilnehmer eine neue Bedeutung ebenso wie die Frage, ob die Bevölkerung in Deutschland und den übrigen Nachbarländern lange bereit ist, die Geflüchteten aus der Ukraine mit offenen Armen zu empfangen.

Niclas Herbst nahm sich viel Zeit für eine ausführliche und kompetente Beantwortung aller Fragen und erklärte, die Norderstedter CDU gerne wieder zu besuchen.

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