CDU Fraktion Norderstedt – Was zählt ein Menschenleben?

Was zählt ein Menschenleben?

Die Paracelsus-Klinik in Henstedt-Ulzburg schließt Ihre Geburtsabteilung. In der
Begründung dazu heißt es von dem Klinikmanager Margaschewski lapidar, ein
dauerhaft subventionsfreier Betrieb der Abteilung sei schlechterdings unmöglich.
„Diese Aussage ist ein Skandal“, so CDU-Fraktionschef Peter Holle. „Seit dem Aufkauf
der Paracelsus-Kliniken durch den Schweizer Milliardär Felix Happel geht es nur noch
um Effizienz. Menschen werden nach streng wirtschaftlichen Gesichtspunkten runter
gebrochen auf ihre Rendite“. Der Umgang mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
spricht weitere Bände. Kurz bevor sie ihr Schicksal aus der Zeitung erfahren müssen,
wird ihnen gekündigt.

Falsch ist auch die Aussage, dass wir auf eine gute Versorgung in der Umgebung
zurückgreifen können, denn die Hamburger Krankenhäuser (vor allem das Albertinen
Krankenhaus und die Asklepios Klinik Nord) verweigern mehrmals in der Woche die
Aufnahme von Patienten aus Schleswig-Holstein. Die einzig gute Versorgung findet in
und um Kiel statt, mit seinem Uniklinikum, zahlreichen Krankenhäusern und diversen
ambulanten Zentren. Spätestens südlich von Neumünster ist damit Schluss.

Verschärft wird das ganze durch die Pläne der aktuellen Bundesregierung. Dort hofft
man, durch die Schrumpfung der Krankenhauslandschaft freiwerdende Pflegekräfte auf
die übrigen Krankenhäuser verteilen zu können. Dabei wird jedoch eine wichtige Sache
übersehen: Das System funktioniert nur dann, wenn rund um die Uhr gearbeitet und
operiert wird. Und wieder bleibt der Mensch auf der Strecke.

„Es wird Zeit, dass wir uns in Norderstedt, gemeinsam mit Henstedt-Ulzburg, Gedanken
über ein eigenes Klinikum machen, um die medizinische Grundversorgung auch in
Zukunft sicherzustellen“, so Holle abschließend

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