Stadtrundfahrt der Senioren Union Norderstedt

Ein Ausflug mit vielen Kontrasten

 „Warum in die Ferne schweifen……..“, unter diesem Motto stand der Ausflug der Senioren –Union Norderstedt. Mit der U – Bahn ging es zum Hauptbahnhof, von dort ein paar Schritte zu Fuß zum ZOB. Dort stand schon der Bus bereit und pünktlich ging es los: „Stadtrundfahrt Südroute“ stand am Bus.

Ein kundiger Reiseleiter war an Bord, der während der Fahrt viel Neues berichtete. Vorbei   am Chilehaus ging es Richtung Speicherstadt  und weiter zur Elbphilharmonie  und in die Hafencity. Welch ein Kontrast, die Backsteinbauten und die modernen Glasfassaden fast nebeneinander zu sehen! Die Hafencity entstand auf ehemaligem Hafengebiet und der Untergrund wurde um mehrere Meter aufgeschüttet, um die Gebäude vor Hochwasser zu schützen.

Am Hafenmuseum gab es einen Blick auf die „Peking“ zu erhaschen und nur wenige Meter weiter, am Kreuzfahrtterminal Steinwerder, lag ein Aida-Schiff – wieder ein starker Kontrast.

Zweimal fuhr der Bus über die Köhlbrandbrücke, die beste Möglichkeit, den Hafen in seinem ganzen Ausmaß zu überblicken. Im letzten Jahr  wurden hier ca. 9 Millionen Container umgeschlagen. Jeder zweite, der den Hafen verlässt, ist leer, weil viel mehr Güter nach Deutschland importiert werden als das Land verlassen.

Nächstes Ziel  war die Elbinsel Wilhelmsburg, die nach Manhatten die zweitgrößte Flussinsel der Welt ist. Welch Unterschied ist das multikulturelle  Wilhelmsburg mit seinen Backstein-

bauten zur kurz vorher gesehen modernen Hafencity. Beeindruckend die Hinweise des Reiseleiters auf die verheerende Sturmflut von 1962, die viele Menschen das Leben kostete.

Er zeigte an Hand von Sturmflutmarken, wie hoch das Wasser damals stand.

Einen Stopp legte der Bus am Energiebunker ein, aus 30 Metern Höhe gab es bei schönem Herbstwetter einen 360-Grad-Rundumblick auf Hamburg. Wilhelmsburg hat sich im Zuge der Bauausstellung und der Gartenschau im Jahre 2013 verändert. Das Gartenschaugelände ist als Park erhalten geblieben, neue Wohngebäude, eine Sporthalle sind entstanden und in den letzten Jahren ist die Georg – Wilhelm – Straße, die den Stadtteil lange durchschnitten hat, verlegt worden. Die Renaturierung der ehemaligen Trasse hat bereits begonnen.

Auf der Rückfahrt ging es durch Kirchdorf und auch hier war wieder ein Kontrast zu entdecken: vom städtischen Wilhelmsburg ins dörflich anmutende Kirchdorf, das schon stark an die angrenzenden Vier- und Marschlande erinnerte. Vorbei an der alten Windmühle „Johanna“, die noch im Betrieb ist, führte der Weg ins Gebiet des Harburger Hafens, der in den letzten Jahren große Veränderungen erlebte. Viele alte Speicher sind komplett umgebaut, jetzt gibt es dort Büros und Wohnungen.  Aber auch hier wurde wieder der Kontrast zwischen alt und neu deutlich: der Bus fuhr durch die Lämmertwiete, alte Häuser, in denen sich jetzt viel- besuchte Gastronomie findet. Den Abschluss bildete eine Fahrt durch die industriegeprägten Viertel Veddel und Peute, bevor der ZOB wieder pünktlich erreicht wurde. „Ein  interessanter Nachmittag, viel gesehen und viel neues gehört“, waren sich die Mitglieder Senioren – Union Norderstedt und die Vorsitzende, Susanne Rummel, einig.

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