Die diesjährige Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes in Norderstedt war mit zahlreichen Berichten für die Mitglieder sehr informativ. Anja Jung aus Itzstedt stellte sich als Mitglied des neugewählten Vorstandes der CDU-Kreistagsfraktion vor.
Vorvergangene Woche hatte die CDU-Kreistagsfraktion „zur Halbzeit“ einen neuen Vorstand gewählt. Dem neuen Fraktionsvorsitzenden Till Wenzel stehen Constanze Rode, Anja Jung und Thorsten Borchers als Stellvertreter zur Seite.
Die Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Sport, Ruth Weidler und Ortsvorsitzender Thorsten Borchers sprachen für ihre Bereiche. Nach dem Bericht des Schatzmeisters und dem Kassenprüferbericht wurde der Ortsvorstand für das vergangene Geschäftsjahr einstimmig entlastet.
Ortsvorsitzender Thorsten Borchers freute es vor allem zahlreiche Jubilare zu ehren.
Manfred Ritzek, ehemaliger Landtagsabgeordneter, bekam die Ehrung für 60 Jahre Mitgliedschaft, der ehemalige Stadtvertreter Andreas Hermann für 50 Jahre. Manfred Ritzek, Andreas Hermann und Friedhelm Voss waren vor kurzem bereits für ihre langjährige Mitgliedschaft vom CDU-Kreisverband in Boostedt geehrt worden.
Die Laudatio dort hielt der ehemalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Peter Harry Carstensen.
Das langjährige Fraktionsmitglied Wolfgang Nötzel wurde für 40 Jahre Mitgliedschaft geehrt.
Rosanna Pofahl, die Stadtvertreterin Dagmar Kähler-von der Mühlen, der Kreistagsabgeordnete Sven Brauer, der Mitgliederbeauftragte Christian Mann und Thomas Harms erhielten Nadeln, Urkunden und Blumensträuße für 25 Jahre Mitgliedschaft.
Die Sitzung endete mit der einstimmigen Genehmigung des von Christian Mann gestellten Antrags für die Unterstützung des Projektes "Meet a Jew". Neben vielen weiteren Mitgliedern wohnte auch Stadtpräsidentin Petra Müller-Schönemann der Veranstaltung bei.
CDU Norderstedt unterstützt das Projekt „Meet a Jew“
Auf der Mitgliederversammlung hat sich die CDU Norderstedt einstimmig für die Unterstützung des Projekts „Meet a Jew“ ausgesprochen. Zudem nimmt sie in einem Positionspapier unter der Überschrift „Jüdisches Leben erlebbar machen“ klar Stellung gegen antisemitische Äußerungen und Vorurteile gegenüber jüdischen Menschen in Deutschland. Das Projekt „Meet a Jew“ wurde ins Leben gerufen, um konkret gegen Vorurteile und Antisemitismus vorzugehen. Dies soll durch direkte Begegnungen mit in Deutschland lebenden Juden gefördert werden und richtet sich insbesondere an Schulen, um junge Menschen zu erreichen. Es handelt sich dabei um ein bundesweites Projekt, das 2020 entstanden ist und bereits über 3.000 Begegnungen mit mehr als 77.000 Menschen ermöglicht hat. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wird es vom Zentralrat der Juden in Deutschland durchgeführt. Das Projekt wurde im Gründungsjahr mit dem Deutschen Engagementpreis in der Kategorie „Demokratie stärken“ ausgezeichnet. „Wir als CDU Norderstedt begreifen es als Segen und ein Zeichen des Vertrauens in unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat, dass es nach der nationalsozialistischen Vergangenheit unseres Landes und der Shoah wieder jüdisches Leben in Deutschland gibt. Wir sehen es als unsere Pflicht an, diesem Vertrauen gerecht zu werden und uns aktiv gegen Antisemitismus einzusetzen“, führt der CDU-Ortsvorsitzende Thorsten Borchers aus. Sein Vorstandskollege und ehemaliger Kreistagsabgeordnete Christian Mann fügt hinzu: „Durch das Projekt ‚Meet a Jew‘ sollen Vorurteile durch direkte Begegnungen abgebaut und ein besseres Verständnis für jüdisches Leben erreicht werden. Dabei sollen Themen angesprochen werden, die über Antisemitismus, die Shoah und den Nahostkonflikt hinausgehen.“