Mahnwache in Bad Segeberg

Bad Segeberg. Über 150 Segeberger folgten am Mittwoch dem gemeinsamen Aufruf der Parteien, an einer Mahnwache zum Bekenntnis der Solidarität mit der jüdischen Gemeinde und dem Staat Israel.

„Dass Bürger in unserer Mitte wieder Angst haben, macht mich betroffen. Dass eine starke antisemitische Haltung wieder spürbar ist, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Bad Segebergs Bürgervorsteherin Monika Saggau auf dem Segeberger Marktplatz. Sie erinnerte an die Fehler der vielen Eltern und Großeltern, aus denen die Gesellschaft lernen müsse.

Es ist entmutigend mitzuerleben, wie israelische Flaggen verbrannt, antisemitische Demonstrationen abgehalten, Synagogen angegriffen und Wohnungen jüdischer Mieter markiert würden. „Es ist unmenschlich, dieses Vorgehen zu normalisieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass im Namen eines fehlgeleiteten Patriotismus Zivilisten getötet, Babys, Kinder, alte Menschen, Frauen und Männer entführt werden. Wir verurteilen den Terrorismus aufs Schärfste und stehen an der Seite der von dieser Tragödie Betroffenen“, sagte Bürgermeister Toni Köppen in seiner Rede.

Nach den Reden der Parteien verlas Bürgervorsteherin Monika Saggau einen Brief der jüdischen Gemeinde. „Israel benötigt die Unterstützung von Deutschland, auch wenn Israel nun von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch macht.“

Die Rede vom CDU-Ortsvorsitzenden Till Wenzel im Wortlaut:

„In was für einer Stadt wollen wir Leben?
In einer Stadt wo Jüdinnen und Juden in Angst leben?
In einer Stadt in der Mitbürgern empfohlen wird nicht mehr offen zu Ihrem Glauben zu stehen?
In einer Stadt in der Pro Hamas Demos stattfinden die die Gräueltaten des 7. Oktober relativieren wollen?
In einer Stadt in der Menschen aus Angst vor Repressalien nicht an einer Mahnwache für Terroropfer teilnehmen?

Nein.

Für uns steht fest, dafür darf es kein Verständnis, keine Differenzierung, kein „Ja aber“ geben.

Wer das möchte stellt das jüdische Leben in Bad Segeberg und unsere Freiheitliche Demokratische Grundordnung in Frage.

Lasst uns einig sein und gegen Terrorismus und Antisemitismus aufstehen.

Lasst uns zeigen, dass wir in Bad Segeberg eine weltoffene und tolerante Stadt sind.

Lasst uns zeigen, dass wir, egal welcher Herkunft und Glauben, friedlich zusammenleben.

In Solidarität mit unser Jüdischen Gemeinde

In tiefer Trauer mit den Terroropfern in Israel und den unschuldigen Opfern in Gaza.

Für ein Friedliches und Tolerantes Bad Segeberg!

„Dass Bürger in unserer Mitte wieder Angst haben, macht mich betroffen. Dass eine starke antisemitische Haltung wieder spürbar ist, damit habe ich nicht gerechnet“, sagte Bad Segebergs Bürgervorsteherin Monika Saggau auf dem Segeberger Marktplatz. Sie erinnerte an die Fehler der vielen Eltern und Großeltern, aus denen die Gesellschaft lernen müsse.

Es ist entmutigend mitzuerleben, wie israelische Flaggen verbrannt, antisemitische Demonstrationen abgehalten, Synagogen angegriffen und Wohnungen jüdischer Mieter markiert würden. „Es ist unmenschlich, dieses Vorgehen zu normalisieren. Wir dürfen nicht zulassen, dass im Namen eines fehlgeleiteten Patriotismus Zivilisten getötet, Babys, Kinder, alte Menschen, Frauen und Männer entführt werden. Wir verurteilen den Terrorismus aufs Schärfste und stehen an der Seite der von dieser Tragödie Betroffenen“, sagte Bürgermeister Toni Köppen in seiner Rede.

Nach den Reden der Parteien verlas Bürgervorsteherin Monika Saggau einen Brief der jüdischen Gemeinde. „Israel benötigt die Unterstützung von Deutschland, auch wenn Israel nun von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch macht.“

Die Rede vom CDU-Ortsvorsitzenden Till Wenzel im Wortlaut:

„In was für einer Stadt wollen wir Leben?
In einer Stadt wo Jüdinnen und Juden in Angst leben?
In einer Stadt in dem Mitbürgern empfohlen wird nicht mehr offen zu Ihrem Glauben zu stehen?
In einer Stadt in der Pro Hamas Demos stattfinden die die Gräueltaten des 7. Oktober relativieren wollen?
In einer Stadt in der Menschen aus Angst vor Repressalien nicht an einer Mahnwache für Terroropfer teilnehmen ?

Nein

Für uns steht fest, dafür darf es kein Verständnis, kein Differenzierung, kein „Ja aber“ geben.

Wer das möchte stellt das jüdische Leben in Bad Segeberg und unsere Freiheitliche Demokratische Grundordnung in Frage.

Lasst uns einig sein und gegen Terrorismus und Antisemitismus aufstehen.

Lasst uns zeigen das wir in Bad Segeberg eine weltoffene und tolerante Stadt sind.

Lasst uns zeigen dass wir, egal welcher Herkunft und Glauben, friedlich zusammen leben.

In Solidarität mit unser Jüdischen Gemeinde

In tiefer Trauer mit den Terroropfern in Israel und den unschuldigen Opfern in Gaza.


Für ein Friedliches und Tolerantes Bad Segeberg!