Starkes Zeichen für Demokratie: Sülfeld steht zusammen gegen Extremismus

Foto: (vlnr: Ulrich Bärwald, Marek Krysiak (Bürgermeistermeister), Prof. Dr. Ulrich Schaible (Zentrumsdirektor), Jürgen Lamp (Amtsvorsteher Amt itzstedt), Jörg Buthmann (Kreispräsident), Nare, Bent, Jan-Peter Schröder (Landrat)

Sülfeld, 17.03.2024 - Nach einem beeindruckenden "Sonntagsspaziergang für Demokratie" zeigt sich die Gemeinde Sülfeld entschlossen im Kampf gegen Extremismus und für die Werte der Demokratie vereint.

Amtsvorsteher Lamp, Professor Dr. Schaible vom Forschungszentrum Borstel und Bürgermeister Marek Krysiak, um ein starkes Signal gegen Extremismus und für die demokratischen Grundwerte zu setzen.

Der 31. Oktober 2019 markierte einen Wendepunkt für Sülfeld, als sich rund 300 Menschen zu einem Spaziergang versammelten, um gegen rechtsradikale Aktionen und gewalttätige Angriffe zu protestieren. Trotz der Angst, die damals um sich griff, entschieden sich die Bürger, nicht zu schweigen, sondern öffentlich Haltung zu zeigen. Dieser Mut führte zu zahlreichen weiteren Aktionen und Veranstaltungen, die eine beeindruckende Solidarität in der Gemeinde hervorbrachten und Sülfeld bundesweit als Beispiel für Zivilcourage bekannt machten, sagte Marek Krysiak.

Heute, nach diesen Erfahrungen, erheben die Bürger von Sülfeld erneut ihre Stimme gegen jede Form von Extremismus. Die breite Teilnahme am "Sonntagsspaziergang für Demokratie" verdeutlichte die ernste Wahrnehmung der Demokratiebedrohung sowie den festen Entschluss der Bürger von Sülfeld, aktiv für ihre Werte einzustehen. In den Ansprachen wurde die Notwendigkeit betont, sich entschieden für die Volksherrschaft einzusetzen und jegliche Form von Extremismus abzulehnen.

Ulrich Bärwald erklärte für den Kirchengemeinderat Sülfeld: "Wir haben die Angst, dass unser Miteinander in Gefahr geraten kann und dass wir und unsere freie demokratische Rechtsordnung von rechts bedroht werden könnten… wieder einmal! Dem stellen wir uns entgegen, mit aller Macht."

Besondere Aufmerksamkeit erhielt die Erinnerung an vergangene Ereignisse, als brauner Terror das Miteinander und die demokratische Rechtsordnung bedrohte. Die Teilnehmer betonten ihre Entschlossenheit, sich gegen Hass, Ausgrenzung und rechtsradikales Gedankengut zu stellen und für Toleranz, Respekt und Gemeinschaft einzutreten.

Professor Dr. Ulrich Schaible vom Forschungszentrum Borstel unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit und Toleranz, die im Zentrum stehen. Er hob hervor, dass das Forschungszentrum Borstel ein lebendiges Beispiel für die Vielfalt und den Zusammenhalt verschiedener Nationen ist.

Die 17-jährige Nare und der 18-jährige Bent beeindruckten mit ihrem Dialog über eigene Erfahrungen und historische Zusammenhänge und berührten die versammelten Menschen ganz besonders.

Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Beisammensein, das den Zusammenhalt und die Entschlossenheit der Gemeinde Sülfeld im Kampf gegen Extremismus verdeutlichte.

Sülfeld hat mit dieser eindrucksvollen Demonstration erneut bewiesen, dass es entschlossen ist, seine demokratischen Werte zu verteidigen und sich gegen jede Form von Extremismus zu stellen.

Besondere Anerkennung wurde den Organisatoren der Veranstaltung, insbesondere den Jugendlichen Nare, Bent, Jacob, Lena und Bürgermeister Marek Krysiak, ausgesprochen. Ihre engagierte Arbeit hat dazu beigetragen, dass Sülfeld ein starkes Zeichen für Demokratie gesetzt hat und als Vorbild für andere Gemeinden dient.