Die Sonderpädagogin, Spezialistin für Händigkeitsdiagnostik und Schulleitung an einem Förderzentrum in Kiel, Wenke Dawitscheck, hielt einen spannenden und sehr interessanten Vortrag zum Thema „Inklusion ermöglicht Teilhabe“.
Sehr anschaulich berichtete Wenke Dawitschek an dem Bild „Spielplatz des Lebens“ über den Stand der Inklusion, dass Schule nur einen Teil zum Ganzen beitragen kann und dass die Haltung zum Thema Inklusion der wichtigste Bestandteil für eine erfolgreiche Umsetzung ist.
Hier wurde wieder einmal deutlich, welch große Fortschritte und Rahmenbedingungen in den letzten Jahren erfolgt sind. Auch gab die Referentin einen guten Ausblick in die nächsten Jahre, in denen der Bildungsbereich durch das Rahmenkonzept 2035 und weitere (auch rechtliche) Grundlagen dieses Thema befördern wird.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Thema „Campus-Klasse“.
Das bedeutet, dass die Schülerinnen und Schüler mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf in einer Regelschule angesiedelt sind. Ein Teil des Fachunterrichts findet in der eigenen Klasse statt, andere Fächer können mit den Regel Schülerinnen und -schülern gemeinsam unterrichtet werden. Die Campus-Klassen, kleine Einheiten, haben dadurch die Möglichkeit, am Schulalltag und am sozialen Leben der Schule teilzunehmen. In den Pausen auf dem Schulhof, in der Mensa oder bei Schulfesten ist der Kontakt zu den anderen Schülerinnen und Schülern der Schule gegeben. Für beide Seiten ein Gewinn.
Ein großer Fortschritt, der weiter ausgebaut werden soll.
Prävention ist ein wichtiger Aspekt zum Thema Teilhabe. Darum werden bereits vor dem Beginn der Grundschule in den Kitas Kinder in ihrer Sprachentwicklung bezogen auf das Beherrschen der deutschen Sprache überprüft und mit speziellen Förderprogrammen auf den Schulalltag vorbereitet werden. Dies ermöglicht den Kindern von Beginn an eine unbeschwertere Schulzeit.
Auch ist zur Zeit der Trend zu beobachten, dass die Eltern ihre Kinder mit Einschränkungen lieber an den Förderzentren anmelden. Dort fühlen sich viele Kinder wohler, weil hier individuelle Lernfortschritte und individuelle Förderpläne optimal umgesetzt werden. Es gibt ebenfalls die Möglichkeit in einer inklusiven Klasse einer allgemeinbildenden Schule beschult zu werden. Diese Klassen weisen eine große Heterogenität der Schülerinnen und Schüler auf, die es zu bewältigen gilt. Für die integrative Beschulung sind gute Rahmenbedingungen notwendig! Es müssen unter anderem geeignete Räumlichkeiten und ausreichend Lehrerpersonal zur Verfügung gestellt werden.
Der nächste Stammtisch ist am 30. Juni 2026 um 18.00 Uhr, auch an diesem Abend werden wir im „Lieblingsplatz am Bad Segeberger See“ sein.
Das Thema wird kurzfristig bekannt gegeben.